Archiv für den Monat August 2015

Ein Meteorit wird kommen

Es gibt schon Menschen, die behaupten, ich wäre vielleicht ein bisschen morbide. Auch wenn ich das nicht so ganz nachvollziehen kann. Warum soll ich mir nicht einmal überlegen, wie das wohl wäre, wenn ein Meteorit, sagen wir mal von der Größe unseres Mondes, auf die Erde zurasen würde. Er muss schon so groß sein. Damit auch sicher ist, dass dann Schluss mit der Erde ist. Und nicht vielleicht nur wieder so eine Eiszeit für ein paar hunderttausend Jahre verhindert, dass die Menschen die Erde dann doch endgültig unbewohnbar machen.

Also nehmen wir mal an, dass sie mit einem ihrer gewaltigen Teleskope diesen Meteoriten entdeckt haben. Der auf die Erde zurast. Und keinerlei Anstalten macht, auch nur einen Millimeter von seinem Kurs abzuweichen. Also Aus, Ende, Exitus. Für die gesamte Menschheit. Weshalb ich mir also die Frage stellte, was ich in so einem Fall tun würde. Und ich habe die Antwort gefunden. Nämlich nichts. Nichts, was ich sonst nicht auch tun würde.

Denn wenn ich das Gefühl hätte, dass ich etwas versäumt habe, es deshalb noch unbedingt erledigen, noch tun müsste, bevor der Einschlag kommt, dann kann das nur bedeuten, dass ich es bisher versäumt habe. Ich würde nicht einmal meinen Liebsten sagen, dass ich sie liebe. Denn wenn ich es bisher nicht getan habe, dann wäre es jetzt auch zu spät dafür.

Nein, ich würde frühstücken, meinen Blog schreiben. Vielleicht einkaufen gehen, wenn was für das Essen fehlt. Mich an meine Arbeit setzen. Den Hasen füttern. Und wenn es einigermaßen sicher wäre, dass es jetzt so weit ist, dann würde ich mir das Spektakel einfach mal anschauen. Das möchte ich wirklich nicht versäumen.

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Last-Minute bekommt eine neue Bedeutung

Zurück zu den unerfreulichen Realitäten. Zum Beispiel zu einer gerade veröffentlichten Studie der NASA. Das Ergebnis ist nicht neu, alarmierend sollte allerdings sein, welchen Grad von Aufmerksamkeit sie erreicht hat. Zumindest bei den sogenannten „Verantwortlichen“. Den Entscheidungsträgern. Denen die Entscheidungen immer so schwer fallen, wenn sie sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken können, die „Märkte“ beunruhigen könnten.

Ein Markt ist allerdings eigenem Bekunden nach schon jetzt etwas beunruhigt. Nämlich der von Saintes-Marie-de-la Mer. Oder richtiger, die Menschen, die hier einmal in der Woche ihre Waren verkaufen. Denn die Camargue im Süden Frankreichs hat es auf die Liste der Regionen geschafft, die massiv vom Ansteigen des Meeresspiegels bedroht sind. Und damit natürlich auch Saintes-Marie-de-la-Mer. Beliebte Anlaufstation für deutsche Alt-Hippies und jene Roma, die sich von den Touristen noch nicht vergraulen ließen und dort im Mai ihr Marien-Fest feiern.

Natürlich ist es noch nicht so weit, dass die Füße der Marktbesucher schon vom Meereswasser umspült werden. Aber der Tag wird kommen. Wenn weiterhin der Großteil der Bestrebungen, den Klimawandel zu stoppen, an den „Märkten“ scheitert. Stichwort, auf die BRD zugeschnitten: Braunkohle. Jedenfalls werden laut NASA eines Tages mindestens 150 Millionen Menschen auf der Flucht vor dem Meereswasser sein. Unter ihnen die 10.000 Menschen aus der Camargue.

Was die deutschen Einwanderungs-Behörden vor neue Probleme stellen wird. Muss dann doch nicht nur zwischen Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen unterschieden werden, es wird auch noch die Klimaflüchtlinge geben. Was die Sache sehr kompliziert macht. Denn unter ihnen wird es sicher auch Bundesbürger aus den Küstenregionen geben. Man kann schon heute gespannt sein, wie dann Bayern reagiert. Von der Touristik-Branche erwarte ich mir jedenfalls Spezial-Angebote: Besuchen Sie die Camargue, solange es sie noch gibt. All-inclusive und mit kostenlosem Kinobesuch. Gezeigt wird „The Day After Tomorrow“ von Roland Emmerich.

 

 

Die Medaille hat eine Kehrseite

Hin und wieder sollte man auch mal wieder der Wahrheit Genüge tun. Was hiermit für meinen Teil geschehen soll. Einer Wahrheit insofern, dass es nicht nur ein Bild gibt. Nicht nur eine Farbe. Nicht nur ein Gefühl. Dass in diesem Land zum Beispiel großartige Menschen leben, die nicht nur mitfühlen können sondern auch dieses Mitgefühl in Taten umsetzen. Dass das Manko oft nur ist, dass all die dumpfen Parolen-Schreier und Hass-Tiraden-Brüller viel lauter zu sein scheinen.

Und es gibt trotz allen Elends, trotz aller Grausamkeit und Menschenverachtung, dieses stille, leise Glück. Das das Leben lebenswert machen kann. Wenn es denn nicht übersehen wird, verschwindet unter dem Berg unerfüllter Wünsche. Die in unserer Hemisphäre zumeist am leichtesten von irgendwelchen Elektromärkten, Bekleidungshäusern, Autohändlern oder Touristik-Unternehmen befriedigt werden können.

Aber ich denke eher an jene Augenblicke, die, in einem schwachen Moment jemandem anvertraut, eventuell nur ein mitleidiges Lächeln entlocken. An die kleinen, aber nicht selbstverständlichen Dinge und Vorkommnisse. Und nein, ich habe keinen Esoterik-Ratgeber aus der Bibliothek ausgeliehen. Ich finde nur, dass die meisten Menschen unserer Hemisphäre viele gute Gründe hätten, hin und wieder glücklich zu sein. Weil sie ein Dach über dem Kopf haben. Essen auf dem Tisch steht. Es vielleicht sogar Menschen gibt, mit denen sie gerne zusammen sind, fröhlich sein können – oder auch ernst.

Und nein, es soll hier auch nicht die Dankbarkeits-Keule geschwungen werden. Ich fände es völlig ausreichend, wenn manche Menschen hin und wieder einmal daran denken würden, dass es ihnen vielleicht gar nicht so schlecht geht, wie sie oft glauben. Auch wenn das Auto größer, der Urlaub länger, das Restaurant teurer und der Lebenspartner vielleicht ein bisschen jünger sein könnte.

Ich kann aus dem Fenster sehen, erhasche mit dem Blick ein wenig Grün. Ich rieche das Essen, das auf dem Herd kocht. Ich bin nicht alleine. Ich habe ein Zuhause. Und ich muss nicht alles vergessen, was da draußen passiert, um es zu genießen. Und auch kein schlechtes Gefühl haben, wenn ich es genieße. Denn es ist etwas, das ich teilen kann.

Kopfrechnen für Anfänger

Mathematik ist nicht meine Lieblingsdisziplin. Wenn meine Rechnung also nicht hundertprozentig stimmt, nicht gleich den Zeigefinger erheben oder böse Kommentare schreiben. Ich weiß, dass ich auch in diesem Fach ein Dilettant bin. Aber zur Sache. Der Libanon hat grob geschätzt 5,8 Millionen Einwohner. Genaue Zahlen gibt es aus verständlichen Gründen nicht.

Denn von diesen 5,8 Millionen Einwohnern sind ebenso grob geschätzt 500 000 Palästinenser, die vor Jahrzehnten hierher geflüchtet sind. Außerdem gibt es etwa 1,2 Millionen registrierte Flüchtlinge aus Syrien und circa zwei-, dreihunderttausend weitere, aber nicht registrierte Flüchtlinge aus Syrien. Und vermutlich zehntausend oder zwanzigtausend Flüchtlinge aus dem Irak. Der Libanon hat ein Bruttoinlandsprodukt von 24.640 Millionen US-Dollar.

Die Bundesrepublik Deutschland hat ein Bruttoinlandsprodukt von 3.730.000 Millionen US-Dollar und 80,62 Millionen Einwohner. Hier lebten im Jahr 2014 circa 629 000 Flüchtlinge mit unterschiedlichem Aufenthaltsstaus, also mit und ohne rechtliche Anerkennung. Bezieht man die Zahlen aus dem Jahr 2015 mit ein, wonach von etwa 135.418 im Zeitraum von Januar bis Juli eingereisten Migranten 48.101 den Status Flüchtling zugeteilt bekamen, aber nur 1.319 definitiv als Asylberechtigte eingestuft wurden, so sprechen wir hier von circa 630.319 Flüchtlingen, die dauerhaft in Deutschland leben.

Was noch nicht einmal 1 Prozent der Bevölkerung der BRD ausmacht. Im Libanon beträgt der Anteil der Flüchtlinge an der Einwohnerzahl hingegen etwas mehr als ein Viertel oder 25 Prozent. Für die es allerdings kaum Unterstützung vom Staat gibt, sie sind zumeist auf „Nachbarschaftshilfe“ angewiesen. Wenn Deutschland also ähnlich hilfsbereit gegenüber Flüchtlingen sein wollte, wie der Libanon, müsste es noch etwas mehr als 20 Millionen Flüchtlinge aufnehmen. Also, da ist doch trotz des „Flüchtlingsstroms“ noch Luft. Bruttoinlandsprodukt hätten wir jedenfalls auch genug, nämlich mehr als 100 Mal mehr als der Libanon. Wenn ich annähernd richtig gerechnet habe.

Über lächelnde Verkäuferinnen und ein kurzes Glück

Ich komme gerade vom Bäcker. Wo man dank Globalisierung auch Briefe, Pakete und Päckchen aufgeben kann. Aber es gibt auch noch immer Backwaren, ja sogar Torten. Und es gibt dort eine Frau, die lächelt, wenn sie fragt, was man haben möchte. Auch geduldig erklärt, was der Unterschied zwischen dem länglichen Roggenbrot und dem Korbbrot ist. Und als wenn das alles noch nicht genug wäre, wünscht sie auch noch einen schönen Tag, wenn man zur Tür geht.

Wo ich dann noch einen schnellen Blick auf die neben der Tür in einem Regal ausliegende Bild Zeitung warf. Und was ich dort in aller Schnelle lesen konnte, hat für einen Augenblick diese angenehme Ahnung von einer Welt, in der man sich freundlich und höflich und respektvoll begegnet, sogar noch bestärkt. Hat sich doch Bild teilnahmsvoll bei der Witwe von Blacky Fuchsberger erkundigt, wie es ihr denn so geht, ein Jahr nach dem Tod des beliebten TV-Moderators.

Außerdem konnte ich mit Erleichterung lesen, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die Flüchtlings-Politik zur Chefsache gemacht hat und ein iPhone 6 fast umsonst zu haben ist. Zugegebenermaßen, eine Überschrift, in der irgendetwas von einem Zug-Terroristen stand, habe ich geflissentlich überlesen. Hat aber auch nichts genützt. Denn ich machte den Fehler, beim Wegfahren das Autoradio einzuschalten. Als erstes kam die Meldung, dass in den USA ein Mann eine TV-Moderatorin und den Kameramann vor laufender Kamera erschossen hat.

Darauf ist gekotet

Nur zwei Meldungen sind es. Sie haben trotzdem ausreichend dokumentiert, worunter diese Republik leidet. Eine der Meldungen lautet, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel „angesichts der Krawalle vor einer Flüchtlingsunterkunft in Sachsen (…) fremdenfeindliche Angriffe scharf verurteilt“ habe. Und ihr Sprecher Steffen Seibert sagte in Berlin: „Es ist abstoßend, wie Rechtsextremisten und Neonazis versuchen, rund um eine Flüchtlingseinrichtung ihre dumpfe Hassbotschaft zu verbreiten.“ Und dass es beschämend sei, wie selbst Familien mit Kindern durch ihr Mitlaufen diesen Spuk unterstützten. Deutschland sei nämlich ein Land der Mitmenschlichkeit, in dem jeder das Recht habe, „hier würdig und respektvoll behandelt zu werden“.

Mir sind ein paar Ungereimtheiten aufgefallen. Also der Reihe nach. Zum einen hat Merkel schon so oft „scharf verurteilt“, dass sie auch „Sahnekuchen“ hätte sagen können. Der Effekt wäre der gleiche. Und dann zu Herrn Seifert. Scheinbar kann er sich nicht entscheiden. Denn wenn es Rechtsextremisten und Neonazis sind, die versuchen ihre dumpfe Hassbotschaft zu verbreiten, wie kommt es dann zu mitlaufenden Familien mit Kindern? Und vielleicht hätte er auch noch erwähnen können, dass man hierzulande zwar das Recht hat, würdig und respektvoll behandelt zu werden, dieses Recht aber offensichtlich nicht für jeden und immer gilt.

Und dann die Meldung aus Berlin: Zwei Männer beleidigen eine Mutter und ihre zwei Kinder, etwa 5 und 15 Jahre alt, mit vermutlich osteuropäischem Migrationshintergrund mit „fremdenfeindlichen Sprüchen“ in einer S-Bahn. Es werden „ausländerfeindliche Parolen“ von den Männern gegrölt. Einer von ihnen uriniert auf die beiden Kinder. Nach Hinweisen von Zeugen seien die beiden Männer von der Bundespolizei festgenommen worden. Wenig später wären die wegen ähnlicher Delikte polizeibekannten Männer allerdings wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Man ermittele gegen sie, die Bahn habe die beiden „mit einem einjährigen Beförderungsverbot“ belegt.

Seltsamerweise hier kein Wort davon, dass andere Fahrgäste, also zum Beispiel die Zeugen, die später der Polizei die Hinweise geben konnten, die beiden Männer daran gehindert hätten, die Mutter mit ihren Kindern anzupöbeln. Auch kein Hinweis darauf, dass irgendjemand den Mann gehindert hätte, auf die Kinder zu urinieren. Natürlich kann es sein, dass einfach kein Platz mehr war, dies noch in der Meldung unterzubringen. Dann bleibt aber immerhin noch meine Verwirrung darüber, dass es offensichtlich genügt, bereits wegen ähnlicher Delikte polizeibekannt zu sein, um nicht in polizeilichem Gewahrsam zu landen, wenn man auf Kinder uriniert hat.

Resümee: Es gibt nicht wenige Menschen in dieser Republik, die wohl demnächst an ihrer „Liberalität“ und ihrer „politischen Korrektheit“ zu ersticken drohen. Denn es gibt kaum jemand, der einen Mob einen Mob nennt. Und nicht alles auf Neonazis und Rechtsradikale reduziert. Was fatalerweise an Zeiten erinnert, als es auch nur „die Nazis“ waren. Und alle anderen ihre Hände oder sonstige Körperteile in Unschuld wuschen. Dann die Menschen, die zuschauen, wenn ein Mann auf Kinder uriniert. Warum sagt man in dieser Republik nicht menschenverachtendes Schwein zu einem menschenverachtenden Schwein? Zu demjenigen, der uriniert. Und demjenigen, der tatenlos zuschaut, auch. Und betont lieber, dass der Täter betrunken war.

Unser Hang und Drang, für alles und jeden irgendwie auch Verständnis zu haben oder zumindest zu versuchen, es zu haben, sie kommen mir mehr und mehr nur noch als Feigheit vor, Tatsachen ins Auge zu sehen, die Dinge beim Namen zu nennen. Oder ist es einfach nur, dass wir uns inzwischen so sehr mit den Lügen arrangiert haben, dass es uns gar nicht mehr auffällt, wenn etwas nur eine weitere Lüge ist?

Ampel-Erfahrungen

Es überrascht vielleicht, aber das Autofahren, es ist nicht nur Fortbewe-gungsmittel, da steckt noch sehr viel mehr dahinter. Über die soziale Funk-tion hinaus, nämlich die Unterstützung notleidender Ölmultis, bietet es zum Beispiel auch die Möglichkeit zu Studien aller Art, was menschliche Verhaltensweisen betrifft. In diesem konkreten Fall ist aber weniger an die Frage gedacht, warum sich beispielsweise der männliche Homo automobiliensis oft vom charmanten Herzensbrecher in einen Neandertaler verwandelt, sowie er in seine Karosse steigt. Oder warum manche Männer ihr Auto besser pflegen als ihren Körper. Hier soll ein Komplex erforscht werden, der in einen sehr viel delikateren Bereich vorstößt. Und, der aufmerksame Leser hat es längst geahnt, vor allem den männlichen Teil der Spezies Mensch betrifft.

Was keinesfalls einer eventuellen Voreingenommenheit des Urhebers dieser Zeilen anzulasten ist, es lässt sich vielmehr empirisch belegen. Dazu genügt eine der ja nicht so seltenen Haltephasen an Ampeln. Denn ganz besonders bei diesen Gelegenheiten wird das Phänomen in seiner ganze Tiefe sichtbar, was durchaus im Sinne des Wortes zu verstehen ist. Denn wenn das Auto zum Stillstand kommt, geraten viele Hände respektive Finger von Autofahrern in Bewegung, lösen sich, vielleicht noch leicht verkrampft, vom Lenkrad, um sich dann zielstrebig dem Gesicht zu nähern. 91 Prozent aller Erwachsenen sollen laut einer Studie diese zielstrebigen Bewegungen mehr oder minder regelmäßig ausführen. Wer Kinder hat, weiß, dass bei ihnen der Prozentsatz noch höher liegt.

Aber hier soll jetzt nicht hinterfragt werden, warum Jung und Alt es so sehr zu lieben scheinen, Finger in eine bestimmte Körperöffnung zu stecken. Das Erforschen des eigenen Körpers ist wohl genetisch bedingt. Nein, hier soll sich das ganze Augenmerk auf die Frage richten, warum gerade im Auto und eben ganz besonders oft Männer einer Tätigkeit nachgehen, die von der WHO als Rhinotillexomanie sogar als ein Verhalten mit Krankheitswert eingestuft wird. Schließlich befindet sich ein Autolenker in seinem ja rundum verglasten Gefährt in einer ausgesprochen exponierten Situation. Was ihn aber offensichtlich nicht hindert, sich selbst respektive diese ganz bestimmte Region im Gesicht auf eine Art und Weise zu erforschen, dass sich eine Frau Pappritz oder ein Herr Knigge im Grabe umdrehen würden. Ganz zu schweigen von den Verrichtungen, die dann oft folgen, wenn der Forscherdrang zu Erfolg geführt hat.

Es lässt sich nur so erklären, dass Männer, ebenso wie sie oft glauben mit dem Auto auch die Straße mit gekauft zu haben, auf der sie gerade fahren, davon ausgehen, dass ihr Auto nicht nur das liebste Spielzeug ist sondern auch ein intimer Raum für ebenso intime Verrichtungen. Dem andere Menschen mit Rücksicht und Diskretion zu begegnen haben. Also mit Wegschauen. Oder ist es einfach so, dass, wie auch in anderen Zusammenhängen, im Auto immer wieder das Kind im Manne erwacht, weshalb er respektive es dann auch kein Problem damit hat, das zu tun, wofür ihn einst die Mutter auf Finger gehauen hat? Letzteres schein mir die plausibelste Erklärung zu sein.