Schwieriger Frieden

Aung San Suu Kyi ist Regierungschefin in Myanmar und Friedensnobelpreisträgerin. Sie hat in einer Rede an die Nation Gewalt und Menschenrechtsverletzungen verurteilt. Anlass war die massenhafte Flucht von Rohingya nach Bangladesch, einer muslimischen Minderheit im mehrheitlich buddhistischen Myanmar. Die Rohingya sind derzeit schweren Repressalien, Vertreibung und auch Ermordung durch Regierungstruppen ausgesetzt. Aing San Suu Kyi sprach in ihrer Rede allerdings weder an, dass das Militär für diese Aktionen gegen Dörfer der Rohingya verantwortlich ist, noch bedauerte sie das brutale Vorgehen gegen die Muslime in irgendeiner Weise.

Sie betonte allerdings, dass es seit Anfang September keine „Säuberungsaktionen“ mehr gegeben habe und außerdem mehr als 50 Prozent der Dörfer von Rohingya noch intakt seien. Was impliziert, dass die Hälfte der Dörfer der Muslime zerstört wurde, und erklärt, warum annähernd die Hälfte der Rohingya geflüchtet ist. Offensichtlich fällt es schwer, der Gewalt und Menschenrechtsverletzungen gegen eine Minderheit im eigenen Land den Krieg zu erklären, wenn man Friedensnobelpreisträgerin ist.

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