Mehr Freiheit für Männer

Ach, haben es die Franzosen doch gut. Nicht nur das einer der teuersten Fußballspieler der Welt für einen französischen Verein Tore schießt, ihr Käse besser schmeckt als der bei uns zumeist gebräuchliche Analog-Käse und ihr Präsident nicht so verhärmt aussieht wie unsere Kanzlerin. Jetzt hat sich auch noch gezeigt, dass mindestens 100 Frauen Frankreichs eine Einstellung haben, die einem deutschen Mann Tränen in die Augen treibt, just wie damals, als Mario Götze das entscheidende Tor bei der Fußball-WM schoss.

Unter ihnen keine geringere als die Schauspielerin Catherine Deneuve, weshalb ganz hämische Menschen argwöhnen, bei ihr sei altersbedingt der Wunsch der Vater des Gedanken, oder doch zumindest die Aussicht, von der Presse wieder einmal wahrgenommen zu werden. Wozu die Tatsache passen könnte, dass sie inzwischen schon wieder ein bisschen zurück gerudert hat. Aber das ist natürlich alles nur übelste Nachrede.

Sie und ihre 99 ausgesprochen prominente und teils intellektuelle Mitstreiterinnen haben nämlich etwas getan, womit sich hierzulande nur eine  eher unbekannte Frau namens Thomalla einem Shit-Storm und entsprechender Aufmerksamkeit aussetzte. In Frankreich hingegen dürfen die Damen, die jetzt für männliche Anmache die „Freiheit zu belästigen“ forderten, zur Elite gezählt werden. Was sich natürlich gegen die #metoo-Kampagne richtet, von der die Damen sagen, dass sie ein puritanisches Klima fördere und Formen von Hass auf Männer und Sexualität annähme. Ganz zu schweigen vom Denunziantentum, das damit einhergehe.

Und die Damen haben Mitleid. Mit Männern, deren einziges Verbrechen darin besteht, ein Knie berührt zu haben. Versucht zu haben, einen Kuss zu stehlen, bei einem Arbeitsessen eher intime Dinge erzählt zu haben, oder eine SMS mit sexuellen Anspielungen an eine Frau geschickt zu haben, die sich im Gegensatz zum männlichen Absender nicht von diesem angezogen fühlte.

Kurzum, Frauen mit so einer Einstellung gegenüber Männern sind nicht nur bestens für Weihnachtsfeiern geeignet, sie sind der männliche Traum schlechthin für jede Gelegenheit. Auch wenn ich jetzt nicht gerade ein großer Freund von Froschschenkeln oder Schnecken bin: Sollte diese Gruppe mit ihrem Aufruf in Frankreich Erfolg haben, werde ich mir durchaus überlegen, meinen Lebensabend vielleicht doch in Frankreich zu verbringen.

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