Sommer-Feeling

Was haben wir uns schnell daran gewöhnt. Kaum hält mal eine hochsommerliche Schönwetterfront länger als acht Tage durch, schon hat man das Gefühl, irgendwo auf der Welt zu sein, nur  nicht in Deutschland. Es sind sogar die Straßencafés nach 21 Uhr noch wohl gefüllt. Kaum noch ein Männerbein zeigt sich unverhüllt. Und wer das Glück hat, in Sachsen zu leben oder gar Urlaub zu machen, der kommt schon gar nicht mehr auf die Idee, in die Türkei zu fahren. Wenn er doch nur zu einem Pegida-Aufmarsch gegen Merkel nach Dresden muss, um sich wie am Bosporus zu fühlen.

Also zumindest, wenn gerade eine ZDF-Team filmt und sich ein LKA-Mitarbeiter auf sein Recht auf anonymes Pöbeln gegen die Lügenpresse beruft. Tatkräftig unterstützt von Polizisten, die eine dreiviertel Stunde brauchten, um zwei Presseausweise zu kontrollieren. Was Sachsens Ministerpräsident vorbildlich fand. Weshalb es dann doch direkt etwas beruhigendes haben kann, dass es mit dem hochsommerlichen Wetter erst einmal Schluss zu sein scheint.

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