Ego cogito ergo sum

 

Hat René Descartes behauptet: Ich denke, also bin ich. Obwohl er Franzose war, kein Grieche. Hat sich aber trotzdem geirrt. Wusste schließlich und aus zeitlichen Gründen ja nicht, wie sich der Mensch unserer Tage in dieser Hemisphäre verhalten würde. Doch dank der aktuellen „Krise“/Pandemie ist das unmissverständlich klar geworden.

 

Die Basis: Nach dem Shutdown (finde ich zutreffender, schließlich hat uns die Schließung der Geschäfte und Einrichtungen mitten ins Herz getroffen), offiziell als Lockdown bezeichnet, haben viele Menschen eine gewisse Sinnentleerung empfunden. Von der Langeweile ganz zu schweigen.

 

Und da halfen auch nichts die Netflix-Flatrate und Sky im Sonderangebot. Die Verzweiflung ging bei einigen Menschen so weit, dass sie sogar versuchten, ein Buch zu lesen. Was natürlich misslang, weil in Büchern einfach die Farbe fehlt und das Grau in Grau noch mehr aufs Gemüt schlägt.

 

Doch heute Morgen wurden mir die Augen geöffnet. Als mich nämlich ein Weg an einem Baumarkt vorbeiführte. Wo eine Menschenschlange von DDR-Ausmaßen mit gebührendem Abstand auf Einlass in das geöffnete Geschäft wartete. Aufschlussreich waren allerdings die Gesichter, die mit vollgepackten Wagen den Baumarkt verließen. Heute würde auch Descartes sagen: Ego emõ ergo sum! Ich kaufe, also bin ich!

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