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Donald wird’s richten

Gestern noch musste man das Schlimmste befürchten, heute schon kann man wieder berechtigte Hoffnung schöpfen. Deutschland muss nicht weiter bangen, ob jetzt die Regierung am Schwester-Zwist scheitert, denn es hat sich US-Präsident Donald Trump eingeschaltet. Natürlich per Twitter. Und wie immer hat er die richtigen Worte gefunden. Adressiert waren sie an Frau Merkel, und ohne Übertreibung kann man diesen Tweet als Lehrstunde par excellence bezeichnen.

Trump befindet nämlich, dass das deutsche Volk dabei sei, sich gegen seine Regierenden zu wenden. Und die ungebremste Einwanderung die bereits fragile Koalition in Berlin erschüttert. Außerdem steige die Kriminalität eklatant an, weil man in  Europa den großen Fehler mache, Millionen Menschen ins Land zu lassen, die mit Gewalt die Kultur Europas verändern wollten.

Ob und wie er beabsichtigt, das deutsche Volk bei seinem Aufstand gegen die Regierenden zu unterstützen, sagte Trump zwar nicht. Aber wie man ihn kennt, wird es nicht lange dauern, und außerdem wird er wohl mit Strafzöllen auf Automobile Merkel  endgültig vom Thron stürzen.

Als Kanzlerin, die nicht nur Abermillionen Flüchtlinge ins Land holte, sondern auch noch die Automobilindustrie ruinierte und hunderttausende Arbeitsplätze vernichtete. Bleibt also nur noch die Frage, ob er vielleicht Horst Seehofer als neuen Bundeskanzler auserkoren hat. Neuwahlen wird es jedenfalls nicht geben. Ich gehe davon aus, dass Trump per Twitter mitteilen wird, wer der neue Bundeskanzler ist.  

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Götterdämmerung

Angefangen hat es ja schon vor geraumer Zeit. Als nämlich das einstige Gütesiegel „Made in Germany“ auf einmal auch für Betrügereien stand. Müßig zu erwähnen, wovon ich spreche. Auf jeden Fall war alles, worauf dieser beispiellose wirtschaftliche Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg basierte, auf einmal von einer tiefdunklen Wolke überschattet. Doch das war erst der Anfang.

Denn es ging weiter mit einem ebenso beispiellosen Familienstreit, nämlich zwischen den beiden Schwesterparteien CDU und CSU. Einmal mehr zeigte es sich, dass Blut doch nicht dicker ist als Wasser. Wenn nämlich die Ausländerfluten über ein Land hereinbrechen. Stammt übrigens nicht von mir, diese drastische Formulierung, sondern von CSU-Politikern. Und die Tatsache, dass es momentan durchaus so aussieht, als könnte es sogar zum Schwestermord kommen, zeigt, dass der Bruch scheinbar noch nicht einmal von dem bei Politikern ja fast genetisch bedingten Streben nach Machterhalt gekittet werden kann.

Doch dass Deutschland wirklich und wahrhaftig auf den Abgrund zuschleudert, das hat definitiv erst der gestrige Tag gezeigt, vielmehr der Nachmittag. Als nämlich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Erstrundenspiel der Fußball-WM in Russland eine 0:1 Niederlage hinnehmen musste, die mehr als verdient war. Weshalb man mit Fug und Recht sagen kann, dass wir vorgestern noch am Abgrund standen – aber nach dem gestrigen Tag auf jeden Fall schon einen Schritt weiter sind.  

 

 

Erste die Vorzeige-Autofirmen, dann die Regierung am Abgrund. Und jetzt auch noch die Fußball-Nationalmannschaft. Gestern standen wir noch am Abgrund – heute sind wir einen Schritt weiter.

Detailfragen

Bei uns ist die Größe von Papierblättern in Millimetern festgelegt. Und ich habe es überprüft. DIN A5, DIN A1, DIN A4, egal, es hat immer gestimmt. Schrauben sind genormt, die Abstände der Befestigungen für Kloschüsseln, ganz zu schweigen von Steckdosen oder Lampenfassungen. Warum also muss ich immer wieder und jedes Mal aufs Neue wie ein Vollidiot an Kassen stehen und unter den mitleidigen Blicken der Menschen hinter mir in der Schlange und vor mir hinter der Kasse fast ausnahmslos ohne befriedigendes Ergebnis versuchen, dieses jämmerliche Stück Plastik namens BankCard in das Lesegerät zu stecken?

Einziger, wenn auch schwacher Trost: Es scheint keine Generationen- und auch keine Genderfrage zu sein. Hippe junge Leute, Anzugträger oder Frauen mit Doktortitel, sie alle haben ein kleines Problem mit diesem kleinen Kasten. Was natürlich durchaus am Unterbewusstsein liegen könnte. Am inneren Widerstand, Geld herzugeben. Auch wenn man weiß, dass man dafür etwas bekommt. Was zugegebenermaßen nicht immer ein realer Gegenwert ist, was da vom freundlichen Personal über den Scanner gezogen wurde.

Doch die ungeschminkte Wahrheit ist, dass diese Dinger einfach nicht genormt sind. An einer Kasse muss der Magnetstreifen unten sein. Bei einer anderen oben. Wahrscheinlich gibt es auch Lesegeräte, bei denen man die Karte quer reinschieben muss. Würde mich nicht wundern. Ungeklärt ist auf jeden Fall die Frage, ob das nicht Absicht ist. Um nämlich dem Käufer und der Käuferin auf subtile Weise zu sagen, dass er und sie nicht nur blöd genug sind, diesen ganzen überteuerten Schrott zu kaufen, sondern auch noch zu blöd, um ihn zu bezahlen.   

Bare Münze

Das Prinzip ist alt. Man muss nur oft genug etwas behaupten. Und irgendwann nehmen es die Menschen für bare Münze. Also zumindest ein Großteil der Menschen. Gibt ja immer irgendwelche Querulanten, die glauben, sie müssten an der Realität festhalten. Aber weil sie eine Minderheit sind, ist das eigentlich eher unerheblich. Weshalb es durchaus erfolgversprechend ist, wenn CSU-Politiker emsig bemüht sind, mindestens ein Mal in jedem Satz, den sie absondern, das Wort „Asyl-Tourismus“ unterbringen.

Eine andere Methode, gerade von einem US-Präsidenten praktiziert, hat aber auch seinen Reiz. Auch wenn das Prinzip ebenso alt ist, wie das oben beschriebene. Auf Grund seiner Anweisungen wird nämlich eine Situation geschaffen, die vielen Menschen zu Herzen geht. Sie sorgen dafür, dass Kinder von ihren Müttern getrennt werden, oft können sie sich noch nicht einmal verabschieden. Und dann in Camps oder ehemaligen Supermärkten oder bei Pflegeltern unterkommen. Ohne dass die Kinder wissen, wo ihre Mütter sind. Die sind nämlich im Gefängnis. Wegen illegaler Einreise.

Was bei vielen Menschen und ganz besonders bei den Demokraten Entrüstung hervorruft. Denen der US-Präsident jetzt sagt, dass sie ja schuld am Schicksal der Kinder wären. Denn wenn sie, die Demokraten, nicht die Pläne für den vom US-Präsidenten seinen Wählern versprochenen Mauerbau an der mexikanischen Grenze torpedieren würden, dann müsste er auch nicht Anweisungen geben, denen zufolge Kinder von ihren Müttern getrennt werden. Jetzt ist nur noch die Frage, wer zuerst einen Erfolg vermelden kann. Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Folgen dürften allerdings gleich desaströs sein.

Familien-Streit

In der Berlin beschäftigen sich die sogenannten Schwesterparteien gerade intensiv mit der Frage, wer, wo und wann von den Flüchtlingen an welcher Grenze zurückgewiesen werden kann, sollte oder muss. Und riskieren damit eine schwere Regierungskrise, vielleicht sogar ein Ende der GroKo. Was vor allem wieder einmal beweist, dass der größte Feind aus der Familie kommt. Unzählige Frauen könnten ein Lied davon singen, wenn sie nicht eine aufgeplatzte Lippe und vielleicht auch noch einen ausgerenkten Kiefer hätten.

Und da wird wieder einmal und natürlich in der bayerischen Landesmetropole, also in der Heimat und Hauptstadt einer der beiden Schwesterparteien der Beweis geliefert, wo in dieser Bundesrepublik von jeher die Lösungen für die richtig großen und elementaren Probleme gefunden werden.

Dort in München hat man nämlich an einem der S-Bahnhöfe die Arbeiten an einer beheizbaren Treppe erfolgreich abgeschlossen. Das heißt, dass endlich U-Bahn-Benutzer auch im Winter barfuß zu ihrem Bahnsteig gelangen können, ohne deswegen eine Erkältung zu riskieren. Dass in München die SPD den Bürgermeister stellt, ist dabei nicht von Belang. Der hat wahrscheinlich auch ein Kreuz im Foyer hängen. Das ist das Entscheidende.

Armut hat Vorteile

Menschen, die nicht allzu viel verdienen oder haben, fühlen sich oft und nicht zu Unrecht benachteiligt. Abgehängt! Was ein bisschen nach einem Steak klingt. Ihnen aber Unrecht tun würde. Jedenfalls haben sie zumeist ein Einkommen, mit dem kaum auszukommen ist, und schon gar nicht sie teilhaben lässt an dem, was für den großen  Teil unserer Bevölkerung Standard ist und für einen kleinen Teil unserer Bevölkerung Peanuts sind.

Und das betrifft natürlich dann auch die Art und Weise der Fortbewegung. Und da sind die Unterschiede schon gewaltig. Denn was da den Einen das Fahrrad, das ist den Anderen der Stern auf der Haube oder die vier Ringe am Kühlergrill. Ganz zu schweigen vom Rautenmuster. Und wenn ich Fahrrad sage, dann denke ich nicht an Leichträder aus Aluminium oder E-Bikes im Retro-Look. Eher an solche mit einem leichten Achter im Hinterrad. Doch jedem, der deswegen rum heult, also allen Radfahrern mit Achter und Fahrern von Autos ohne digitales Equipment und LED-Leuchten kann Trost gespendet werden.

Denn sie wurden schließlich nicht von den Konzernen mit zwei, drei oder mehr Buchstaben als Firmennamen betrogen. Ihnen hat man nichts verkauft, was es gar nicht gab. Nämlich den Vorschriften entsprechend gereinigte Luft aus dem Auspuff. Sie werden jetzt auch nicht mit billigen Up-Dates abgespeist, die auch nicht wirklich eine Lösung sind. Was das betrifft, gehören sie zu den Gewinnern. Ob es das war, was Herr Zetsche wollte?

Sandkasten geht auch

Na, wer sagt’s denn. Geht doch. Muss nicht immer gleichgeschlechtlich laufen. Ist auch auf heterosexueller Basis ein Kinderspiel. Oder anders ausgedrückt: Was einem Kim Jong un und einem Donald McRonald Trump billig ist – sie haben das Hotel in Singapur sicher nicht selber bezahlt -, das ist Angela Merkel und Horst Seehofer mehr als recht. Und sie machen das ganz großartig. Denn mehr Schulhof, oder korrekter Weise: mehr Kindergarten, das geht kaum noch.

Die Obergrenze, sie ist wieder da. Und natürlich das Ultimatum. Und die Außengrenze. Weshalb auch der Herr Kurz mal wieder vorbeigeschaut hat, der Österreicher mit dem freiheitlichen Drang nach Abschottung. Und deshalb der Herr Seehofer natürlich keine Zeit hatte für den Integrationsgipfel. Wegen ein bisschen Blut und Boden lässt der nämlich keinen Termin sausen.

Und da fällt mir nur noch eins ein: Ist das schön, dass wir keine anderen Probleme haben. Dass weit und breit kein Meer vollgemüllt wird. Von unserer heimischen Region ganz zu schweigen. Alles ist bestens. Die reinste Idylle. Und jede Menge Zeit für Sandkastenspiele. Wenn man nur wüsste, wer gerade wieder wem das Schäufelchen geklaut hat.