Schlagwort-Archive: Arbeiter

Winter-Diät

Was wird nicht immer gemeckert über den derzeitigen Zustand unserer Republik. Da sei der totale Stillstand, heißt es, und das bei all den anstehenden Problemen. Doch gerade diese Meckerer sollten einfach etwas genauer hinsehen. Denn obwohl wir immer noch keine neue Regierung haben, wir haben ein Parlament, das jetzt wirklich nicht Däumchen dreht. Wie zum Beispiel am 13. Dezember des gerade vergangenen Jahres.

Da hat nämlich der Bundestag – fast gänzlich unbemerkt von der Öffentlichkeit – beschlossen, dass das bisherige Anpassungsverfahren für die Abgeordnetenentschädigungen auch in der neuen Wahlperiode wirksam bleibt. Klingt ein bisschen sperrig, ist aber ganz einfach. Denn es bedeutet lediglich, dass die Abgeordnetendiäten, derzeit etwa 9.500 Euro zuzüglich monatlichem Personalbudget von etwas mehr als 20.000 Euro, Bahncard erster Klasse und Fahrbereitschaft, zum 1. Juli automatisch angehoben werden. Gemäß Nominallohnindex. Also gemäß der allgemeinen Lohnentwicklung.

Weshalb Abgeordnete, einmal abgesehen davon, dass sie sowieso nicht die Zeit dazu hätten, nicht streiken müssen, um mehr Geld zu bekommen. Dass es mehr wird, dafür sorgen Arbeiter und Angestellte und die Gewerkschaften. Und so ist es ja wohl nur gut, richtig und wichtig, dass die IG Metall jetzt 6 Prozent mehr Lohn und Gehalt fordert und mit ihren Mitgliedern auf die Straße geht. Die moralische Unterstützung der Bundestagsabgeordneten ist ihnen wohl sicher.

Advertisements

Gleichheit

Von Alt-Kommunisten, die immer noch nicht gemerkt haben, dass Jesus bei bester Gesundheit ist, während der Kommunismus jetzt schon seit längerem ziemlich tot ist, kommt immer wieder die Behauptung, dass es in unserem schönen Land eine Zwei-Klassen-Medizin geben würde. Um dann darauf rumzuhacken, dass zum Beispiel Privatpatienten schneller Termine bekommen. Aber wie so vieles andere auch sollte man das doch etwas differenzierter sehen als Alt-Kommunisten.

Nehmen wir also eine Weisheitszahn-OP. Was natürlich von den gesetzlichen Krankenkassen genauso bezahlt wird wie von den Privaten. Und wenn alle vier Weisheitszähne raus müssen, ist eine Sedierung mehr als angeraten, schließlich kann die OP durchaus schon mal zwei Stunden dauern. Keine Frage, dass natürlich sowohl eine oder ein gesetzlich Versicherte(r) wie auch eine oder ein privat Versicherte(r) eine solche Sedierung vornehmen lassen kann. Was die oder den gesetzlich Versicherte(n) zwischen 150 und 350 Euro kostet, zusätzlich zu den Schmerzmitteln, etc., die er für die Zeit nach der OP braucht.

Es liegt also nicht daran, dass nicht alle Patienten die gleichen Leistungen bekommen würden. Gesetzlich Versicherte müssen einfach nur genug verdienen, dass sie sich eine OP mit Sedierung leisten können. Oder anders ausgedrückt: Gesetzliche Krankenkassen können doch nicht dafür verantwortlich sein, wenn eine oder ein Versicherte(r) sich den falschen Beruf ausgesucht hat. Aber Alt-Kommunisten träumen ja auch immer noch davon, dass eines Tages ein Vorstand der Dax-Unternehmen vielleicht nur noch 50 mal mehr verdient als ein Arbeiter. Und nicht mehr als 250 mal so viel, wie derzeit (Quelle: Manager Magazin).