Schlagwort-Archive: Donald Trump

Boomende Börse

Mal sollte zwischendurch und insbesondere an einem Freitag den 13. einfach mal positiv denken. Nehmen wir also einmal an, dass der Typ, der gerne damit den Tag beginnt, mit seinen Tweets die Welt ein Stückchen näher an den Abgrund zu schubsen, dass also der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika weiß, was er tut. Und da bleibt eigentlich nur eine Erklärung für seinen jüngsten Vorstoß in Sachen Syrien und Giftgas. Immer noch positiv denkend und insofern davon ausgehend, dass er nicht idiotisch genug sein dürfte, wirklich eine atomare Auseinandersetzung mit Russland zu riskieren.

Auf dieser Grundlage und unter Berücksichtigung steigender Ölpreise und boomender Börsen als Folge der angedrohten Raketenangriffe auf syrische Militärbasen, bleibt eigentlich nur die Annahme, dass es ihm einzig um die Belebung der Finanzmärkte ging. Denn die haben sehr positiv, also ausgesprochen „bullisch“ auf die mögliche Eskalation reagiert. Hoffentlich bringt das diesen Präsidenten trotzdem nicht auf die Idee, dass so ein kleiner Atomkrieg für seine Geschäfte und die Staatsfinanzen einen richtigen Schub mit sich bringen könnte.

Advertisements

Schweigend

 

Und US-Präsident Donald Trump spielt Golf in Florida

And US-President Donald Trump plays golf in Florida

Et le président américain Donald Trump joue au golf en Floride

Hope Hicks ohne Hoffnung

Nachdem ich diese Meldung gelesen hatte, habe ich erst einmal auf den Kalender geschaut. Hätte ja sein können, dass ich den ganzen März verschlafen habe. Doch es war noch nicht der 1. April. Außerdem waren die Quellen einigermaßen sicher, schließlich sind weder die „Chicago Tribune“ noch „Focus online“ oder der Spiegel dafür bekannt, dass sie von Bots oder von russischen Hackern infiltriert wären. Also zum Inhalt dieser Meldung, die mir wohl noch einige schlaflose Nächte verschaffen wird:

Vierzehn Tage nachdem ein Amokläufer in Florida mit dem Schnellfeuergewehr AR-15 in einem College 17 Menschen ermordete, wurden die Anhänger der Glaubensgemeinschaft „World Peace and Unification Sanctuary“ in Newfoundland im US-Bundesstaat Pennsylvania zu einem Gottesdienst gerufen. Um diese Waffe, also das AR-15 Schnellfeuergewehr, als eine Gabe Gottes zu preisen. Es wurden die Gläubigen auch darum gebeten, ihre Waffen und, falls vorhanden, ein AR-15 Gewehr mitzubringen. Manche besonders kreative Gotteskinder trugen dann auch beim Besuch des Gottesdienstes sogar Kronen aus Patronen auf dem Kopf.

Prediger Hyung Jin Moon, dessen Vater, Reverend Sun Myung Moon, Jesus mit 15 Jahren begegnet ist, betonte bei dieser Gelegenheit, dass das Recht auf Waffen von Gott gegeben sei. Womit er sich ja durchaus für den gerade vakanten Posten eines Pressesprechers bei Donald Trump empfohlen hat. Nachdem Hope Hicks wohl vor kurzem die Hoffnung aufgegeben hat, ihre Model-Karriere endgültig gegen den Erfolg in der Politik eintauschen zu können. Auf jeden Fall aber ist alle meine Hoffnung geschwunden, dass sich ein menschliches Gehirn ausdenken könnte, was andere menschliche Gehirne alles in die Realität umsetzen.

Lernen fürs Leben

Das ist nun also wirklich ganz nah an Genialität. Und eines großen Staatsmannes mehr als würdig. Nicht nur, dass US-Präsident Donald Trump sich mit Überlebenden des Schul-Massakers in Parkland, Florida, im Weißen Haus getroffen hat und sich in einer „Listening Session“ die mehr als tragischen und schmerzvollen Geschichten von Angehörigen der Opfer „mit versteinertem Gesicht, die Arme eng vor der Brust verschlungen“, wie die WirtschaftsWoche online schreibt, angehört hat.

Ihm ist es auch gelungen, mit einem dezidierten Vorschlag den von diesem und anderen Massakern Betroffenen und allen Eltern von schulpflichtigen Kindern die Angst vor erneuten Amokläufen an Schulen zu nehmen. Der US-Präsident will nämlich darüber nachdenken, vermutlich beim Golf, ob bewaffnete Lehrer nicht die Lösung des Problems wären. Als Abschreckung für potentielle Amokläufer. Und Eingreiftruppe im Fall des Falles. Vielleicht sollte man an dieser Stelle vielleicht erwähnen, dass Psychologen behaupten, Genie und Wahnsinn würden oft eng beieinander liegen.  

Friederike und andere Katastrophen

Habe heute Mittag gelesen, dass es nie mehr Katastrophen gegeben hat, als im vergangenen Jahr. Der Schaden belief sich auf 330 Milliarden Euro, es sind 10.000 Menschen gestorben. Von den 710 Überschwemmungen, Stürmen, Dürrekatastrophen und Erdbeben, die in diesem Zusammenhang erfasst wurden, richteten Stürme und Überschwemmungen das größte Unheil, und in Asien kamen die meisten Menschen ums Leben, während es in Nordamerika zu den größten materiellen Schäden kam. Und es gab mehr als doppelt so viele Katastrophen im vergangenen Jahr als 1980.

Das alles hat mich so erschüttert, dass ich mich spontan in meinen SUV gesetzt habe und zum Discounter gefahren bin, um mir ein paar richtig große Steaks zu holen. Essen hilft mir, wenn ich erschüttert bin. Und was mir auch hilft, das ist reisen. Und so habe ich am Nachmittag gleich noch New York für ein Wochenende gebucht, natürlich zum Schnäppchen-Preis. Und dann ging es mir wieder ein bisschen besser. Jetzt quält mich nur noch die Frage, warum denn niemand etwas tut gegen diese Katastrophen.     

Wochen-Sieger

Man möge es mir verzeihen, dass ich es ein wenig drastisch formuliere und es eigentlich ein alter Hut ist. Aber der Voll-Horst der Woche, für den ich mich natürlich gleich bei allen Horsts entschuldige, ausgenommen bei Seehofer, der muss einfach wieder einmal an den aktuellen US-amerikanischen Präsidenten gehen. Er ist klarer Sieger, dank zweier Äußerungen. Da sind einmal die F-52-Bomber, die laut ihm an Norwegen ausgeliefert werden. Nur leider nicht in der Realität existieren, sondern nur in einem Computerspiel.

Weshalb sich jetzt fast die ganze Welt fragen sollte, ob das nicht wieder ein genialer Schachzug des bekennenden TV-Stars war. Es würde nämlich nicht wundern, wenn der Präsident oder wenigstens seine Tochter Aktien der Firma hätte, die das betreffende Computerspiel Call of Duty verkauft. Die hat jedenfalls gerade angezogen und verzeichnet mit einer Zuwachsrate 56,6 Prozent ein neues Jahreshoch. Die restliche Welt ist übrigens überzeugt davon, dass dieser Lapsus ausschließlich krankheitsbedingt ist.

Zweiter Punkt, der den US-Präsidenten zum Wochensieger macht, ist natürlich die Bemerkung über „shithole countries“, aus Gründen des Anstands von deutschen Medien ausschließlich mit „Drecksloch-Länder“ übersetzt. Womit ignoriert wird, dass selbst renommierte Wörterbücher die Bedeutung des englischen Wortes „shit“ mit „Scheiße“ angeben.

Ob nun Dreck oder Scheiße, gemeint waren damit jedenfalls Haiti und Länder Afrikas. Und auch hier kann ich nur der allgemeinen Ansicht widersprechen, es handle sich lediglich wieder einmal um eine rassistische Aussage des US-Präsidenten. Ich bin allerdings noch nicht dahinter gekommen, welche Aktien steigen, wenn ein US-amerikanischer Präsident afrikanische Länder oder Haiti als „Drecksloch-Länder“ bezeichnet.

Fury auf Twitter

Weil es einfach zu schön ist, um wahr zu sein, heute gleich noch einmal eine Meldung aus Donalds Welt. Auslöser ist ebenfalls das gerade veröffentlichte Buch „Fire And Fury“ von Michael Wolff. In dem ja unter anderem behauptet werden soll, dass Donald Trump als US-Präsident völlig überfordert und außerdem nicht wirklich absichtlich zu diesem Amt gekommen. Vielmehr sei es ihm nur darum gegangen, durch den Wahlkampf noch prominenter zu werden.

Eine von Trumps Reaktionen auf das Buch auf Twitter verdient es in Stein gemeißelt und damit für künftige Generationen erhalten zu werden. Vielleicht am Mount Rushmore über den Häuptern der vier großen US-Präsidenten als Leuchtschrift. Trump schrieb, dass er vom erfolgreichen Geschäftsmann erst zu einem Top-TV-Star und dann beim ersten Versuch zum Präsidenten der Vereinigten Staaten geworden sei.

Davon abgesehen, dass er es schon einmal, nämlich 2000 versucht hat, sollte unbedingt noch erwähnt werden, dass er in diesem Tweet außerdem schrieb, dass er glaube, dies zeichne ihn nicht nur als schlau, sondern als Genie aus, „als sehr stabiles Genie dazu“. Vielleicht hat sich Trump noch nicht die Mühe gemacht, sich ausführlich mit den früheren Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zu beschäftigen.