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Endzeitstimmung

Was macht man, wenn man gerade nicht das Geld hat für eine kleine Yacht? Oder wenigstens ein Segelboot. Noch nicht einmal für ein E-Bike in Leichtbauweise. Es wird immer schwieriger, für einen geliebten Menschen ein Geschenk zu finden. Wenn man nicht das nötige Kleingeld hat. Denn sie haben einfach schon alles: Smartphone, Alexa, LCD-Großbildschirm, Thermomix, und, und, und. Und sogar die Liebe bekommen sie schon seitenweise über Tinder geliefert.

Könnte man vielleicht wenigstens mit einem Einzelstück punkten, darf es natürlich nicht etwas selbst gebasteltes sein. Dann muss es unbedingt aus einer Manufaktur kommen. Was dann auch schnell unerschwinglich ist. Deshalb bin ich für Gift-Sharing. Klingt gut, und würde bedeuten, dass man sich die Geschenke mit jemandem teilt. Wäre nur noch zu regeln, wer wann was bekommt. Ist aber auch kein allzu großes Problem. Nachdem immer mehr Menschen an Weihnachten Urlaub in Dubai oder sonst wo machen.

Armut hat Vorteile

Menschen, die nicht allzu viel verdienen oder haben, fühlen sich oft und nicht zu Unrecht benachteiligt. Abgehängt! Was ein bisschen nach einem Steak klingt. Ihnen aber Unrecht tun würde. Jedenfalls haben sie zumeist ein Einkommen, mit dem kaum auszukommen ist, und schon gar nicht sie teilhaben lässt an dem, was für den großen  Teil unserer Bevölkerung Standard ist und für einen kleinen Teil unserer Bevölkerung Peanuts sind.

Und das betrifft natürlich dann auch die Art und Weise der Fortbewegung. Und da sind die Unterschiede schon gewaltig. Denn was da den Einen das Fahrrad, das ist den Anderen der Stern auf der Haube oder die vier Ringe am Kühlergrill. Ganz zu schweigen vom Rautenmuster. Und wenn ich Fahrrad sage, dann denke ich nicht an Leichträder aus Aluminium oder E-Bikes im Retro-Look. Eher an solche mit einem leichten Achter im Hinterrad. Doch jedem, der deswegen rum heult, also allen Radfahrern mit Achter und Fahrern von Autos ohne digitales Equipment und LED-Leuchten kann Trost gespendet werden.

Denn sie wurden schließlich nicht von den Konzernen mit zwei, drei oder mehr Buchstaben als Firmennamen betrogen. Ihnen hat man nichts verkauft, was es gar nicht gab. Nämlich den Vorschriften entsprechend gereinigte Luft aus dem Auspuff. Sie werden jetzt auch nicht mit billigen Up-Dates abgespeist, die auch nicht wirklich eine Lösung sind. Was das betrifft, gehören sie zu den Gewinnern. Ob es das war, was Herr Zetsche wollte?

Ausflüge

Am gestrigen 1. Mai fiel es mal wieder besonders auf. Es gibt immer mehr Menschen, die zumeist regungslos auf einem Fahrrad sitzen und trotzdem durch die Lande fahren. Was auf jeden Fall den Vorteil hat, dass man ohne Schweißflecken unter den Achseln im Ausflugslokal ankommt, wo man dann nicht nur Getränke sondern gerne auch einen kleinen oder auch etwas größeren Imbiss zu sich nimmt. Um sich dann anschließend und ohne allzu großen Kalorienverbrauch wieder auf den Heimweg zu machen.

Gegebenenfalls auch nur bis zum geräumigen und für den Transport von Fahrrädern tauglichen SUV, mit dem man die Entfernung aus der Stadt hinaus in die herrliche Natur etwas überbrückt hat. Um dann einen oder zwei Tage später ins heimische Fitness-Studio zu gehen, um sich – eventuell unter Anleitung eines Personal-Trainers – ein wenig Bewegung zu verschaffen. Damit sich die im Ausflugslokal zu sich genommenen Kalorien nicht allzu sehr auf den Hüften, dem Bauch oder den Schenkel bemerkbar machen.