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Montagseinkauf

Montags gehe ich eigentlich immer einkaufen. Zuerst einmal in den Supermarkt meines Vertrauens, denn montags gibt es die Angebote der Woche, und diese Woche waren auch noch Artikel für den Heimwerker im Angebot. Wenn man nicht schnell ist, kommt man da zu spät. Ich bin immer schon um halb acht da. Weshalb ich auch heute einen alten Bekannten getroffen habe, mit dem ich über die geplante Umgehungsstraße, das sündteuer renovierte Freibad und sein Ischias gesprochen habe.

Semmeln und  Brot habe ich natürlich nicht gekauft, denn dafür gehe ich immer zu dem Bäcker in unserer Straße, der selber noch morgens früh in der Backstube steht. Hier habe ich die Frau Rohrer aus dem Haus schräg gegenüber getroffen, die ich fast immer montags hier treffe, und ich habe nachgefragt, wie es denn der Tochter geht, wo die doch jetzt schon ziemlich schwanger ist und wohl bald ins Krankenhaus muss.

Und auf dem Rückweg habe ich noch schnell in der Apotheke reingeschaut, weil der Apotheker so ein gescheiter Mann ist, der meint, dass er alles weiß und so gerne lange Vorträge darüber hält, wie man was am allerbesten macht. Und ich jedes Mal meinen Spaß habe, wenn ich ihm etwas erzählen kann, was er noch nicht weiß. Vielleicht war das ja auch der Grund, warum der Putin sich heute mit dem Trump getroffen hat.

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Dienstboten 3.0

Wir gehen goldenen Zeiten entgehen. Zumindest wenn eintritt, was aktuell in Los Angeles als Zukunft verkauft wird. Und bereits mit sprachgesteuerten Lautsprechern wie Alexa oder Google Home und anderen in einer vielversprechenden Erprobungsphase ist. Weshalb ihr Wirkungskreis noch weiter ausgebaut werden soll.

Kann man jetzt durch Ansage diese Apparate dazu bringen, Bestellungen aufzunehmen und in die Wege zu leiten, Einkaufslisten zu führen oder Kaffeemaschinen anzuschmeißen, so sollen sie in Zukunft quasi alle Aufgaben übernehmen, die im häuslichen Bereich für sie anfallen. Mit der Option, dass sie irgendwann kaum noch Befehle brauchen, sondern selbständig die Einkäufe erledigen und Tagesabläufe managen.

Einmal davon abgesehen, dass ich eigentlich stolz darauf bin, dass ich selbstständig eine Tür öffnen kann, was zum Beispiel einer Küchenschabe nicht so leicht gelingt, ist ein Aspekt natürlich mit einer gewissen Besorgnis zu sehen. Bei mir auch ausgelöst von einer Meldung, die gleich im Anschluss an den Beitrag über die Zukunftsmesse in Los Angeles kam.

Dass nämlich zum Beispiel in unserer Bundesrepublik annähernd 50 Prozent aller Frauen Übergewicht hätten, bei den Männern sogar zwei Drittel. Und da habe ich versucht, mir vorzustellen, wie sich das wohl auf das Gewicht der Menschen auswirken wird, wenn sie in Zukunft nur noch auf der Couch sitzen und Alexa und Konsorten Befehle erteilen. Essen würden sie allerdings noch selber. Das könnte Folgen haben.