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Türkische Woche

Während bei dem Discounter Lidl eine französische Woche avisiert ist, sorgte jetzt schon die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel für ein mediales Schnäppchen mit der Türkei als Schwerpunkt. Anlass ist die Entlassung des deutschen Welt-Korrespondenten Deniz Yücel aus türkischer Haft. Weidel, die zwar wie der Journalist mit türkischen Wurzeln die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt aber in der Schweiz wohnt, schrieb auf Facebook, Yücel als „deutschen Journalisten“ zu bezeichnen, seien „zwei Fakenews in einem Satz“. Einmal davon abgesehen, dass Yücel sicher weiß, wie man Fake News richtig schreibt, ist er laut Weidel ein „antideutscher Hassprediger“, der eigentlich nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen dürfe.

Zeitnah wurde der deutsche Bundestagsabgeordnete und vormalige Bundesvorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, von türkischen Teilnehmern der Sicherheitskonferenz in München in einem Hotel als Terrorist bezeichnet und entsprechend bei der deutschen Polizei interveniert. Woraufhin Özdemir, der ebenfalls türkische Wurzeln hat, unter Polizeischutz gestellt wurde und auf das Frühstück im Hotel auf Bitte der Polizei verzichtete. Gemeinsamer Nenner scheint also zu sein, dass konzertiert und mit Hilfe der rechten AfD Stimmung gemacht werden soll gegen Deutsche mit türkischen Wurzeln, die Erdogan kritisieren. Wohl mit dem Ziel, die Gesellschaft hierzulande noch mehr zu spalten. Höchste Zeit, dass der BND untersucht, ob es Kontakte gab oder noch gibt zwischen der AfD und türkischen Regierungskreisen.

Kohlekumpel

Wenn man es sich genau überlegt, ist es ja bis heute nicht so richtig bewiesen, dass die Erde eine Kugel ist. Und nicht doch eine Scheibe. Wofür übrigens die Tatsache sprechen würde, dass es immer wieder Schiffe gibt und im vergangenen Jahr ja auch ein Flugzeug, die spurlos verschwinden. Es weiß also niemand, ob die nicht ganz einfach über den Tellerrand, über den ganz offensichtlich noch nicht einmal mächtige Männer hinaus schauen können, gekippt und in die Tiefe gestürzt sind.

Doch obwohl ich vollstes Verständnis dafür habe, wenn jemand konkrete Hilfe für konkrete Menschen leisten möchte, also zum Beispiel Kohlekumpel wieder in Brot und Arbeit bringen will, bin ich mir nicht so ganz sicher, ob es Sinn macht, dafür einen ganzen Planeten zu opfern. Allerdings nur vorausgesetzt, dass dieser Planet wirklich eine Kugel ist und keine Scheibe. Denn sollte letzteres der Fall sein, dürfte die Wahrscheinlichkeit sehr groß sein, dass der Klimawandel wirklich nur ein Fake der Lügenpresse ist.

Donalds Diarrhö

Souverän sieht anders aus. Aber die ganze Wahrheit ist wohl, dass der US-Präsident vermutlich von einer Diarrhö geplagt war. Und es deshalb verweigert hat, bei der Pressekonferenz für ein „Shakehands“ mit seinem Gast aufzustehen. Wir alle wissen, dass Aufstehen in bestimmten Phasen dieser Darmschwäche ausgesprochen kontrapunktiv sein kann. Das würde auch verständlich machen, warum er auf vielen Bildern von der deutschen Bundeskanzlerin weg schaut. Er hat einfach immer nach dem Weg zum nächsten Klo gesucht. Weshalb es völlig falsch wäre, ihn nach diesem Auftritt als  Rüpel von der Air Force One zu bezeichnen.

Er kam einem vielmehr ungewohnt kleinlaut vor. Was sicher auch der Grund dafür war, dass er bei den Gesprächen seine Tochter Ivanka neben Frau Merkel gesetzt hat. So konnte er besser von ihren Lippen ablesen und trotzdem in Richtung von Angela Merkel schauen. Ein Rätsel bleibt allerdings, was aus der deutschen Journalistin Kristina Dunz geworden ist, die Trump fragte, ob er so oft von „Fake News“ sprechen würde, weil er Angst vor den Medien habe. Während er oft Behauptungen aufstelle, für die sich keine Belege fänden. Einen Beleg, dass sie noch am gleichen Tag in Guantanamo eingeliefert wurde, gibt es noch nicht.

Fasching meets Karneval

Ich habe das unter anderem auch bei Breitbart News recherchiert. Es besteht also ebenso wenig Zweifel daran, wie zum Beispiel an der Tatsache, dass es nie mehr Zuschauer bei einer Präsidenten-Vereidigung gab als in diesem Jahr. Auf jeden Fall wird natürlich auch in den USA Karneval oder Fasching gefeiert. Auch dort kennt man die Gepflogenheit, sich zu verkleiden und manchen Unsinn zu machen. Und daran ändern auch nichts irgendwelche Fake-News, von den Feinden Amerikas, also bestimmten Medien, in die Welt gesetzt, die das Gegenteil behaupten.

Fakt ist also, dass der Karneval oder Fasching in den USA etwas eher als bei uns im frühen Herbst begann. Zwar kennt man dort weniger die Faschingsbälle wie bei uns. Doch dafür gibt es jede Menge Karnevalssitzungen, bei denen einer am Rednerpult steht und mit witzigen Beiträgen über Politik oder Gesellschaftliches die Menschen in helle Begeisterung versetzt. Und das, ohne dass diese auch nur einen Tropfen Alkohol getrunken haben. Man darf sich also nicht wundern, wenn sich jetzt am Aschermittwoch herausstellt, dass sich Hillary Clinton die ganze Zeit als Donald Trump verkleidet hatte.

Erfolge

Offensichtlich haben sich die Zeiten doch ein bisschen geändert. Während der Eine immer noch Kundgebungen abhalten muss, bei denen er der Presse und den Medien allgemein vorwirft, sie würden eine „falsche Geschichte nach der anderen veröffentlichen“, außerdem sagt, dass sie „Teil des korrupten Systems“ seien, der „Feind des amerikanischen Volkes“ wären, hatte der Andere schon am fünften Tag nach der Machtübernahme die Gleichschaltung der Presse in die Hand genommen.

Vollzug konnte schon elf Monate später vermeldet werden. Nach dem in Kraft treten des sogenannten Schriftleitergesetzes wurde nur noch gedruckt, was vorher von einem eigens ins Leben gerufenem Ministerium genehmigt worden war. Wer trotzdem etwas anderes schrieb, landete in Konzentrationslagern. Bis dahin ist für den Präsidenten, der nach eigener Aussage in den ersten vier Wochen seiner Amtszeit wohl erfolgreicher war als alle seine Vorgänger, noch ein weiter Weg.