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Hemmungslos

Bei AfD, dem rechten Rand der sogenannten Mitte und bei manchen frühlingsgelben Liberalen gab es wohl enttäuschte Mienen. Zwar gab es zur großen Freude von Polizeigewerkschafter Rainer Wendt, der es so endlich mal wieder ins Fernsehen und in die Zeitungen schaffte, Gewalt an Silvester auf Deutschlands Straßen und Plätzen.

Aber in diesem Jahr war sie bedauernswerterweise nicht Männern mit nordafrikanischen Merkmalen zuzuschreiben, wie noch vor zwei Jahren und insbesondere rund um den Kölner Bahnhof. Also ein eher trauriger Neujahrstag für manche Politiker, wäre dieser doch bestens und angesichts bevorstehender Sondierungsgespräche geeignet gewesen, das Thema „Flüchtlingsbegrenzung“ medienwirksam auf die Agenda für 2018 zu setzen.

Und es waren auch nicht vorrangig Frauen Angriffen ausgesetzt. Das offensichtlich zunehmend anarchistisch fühlende Feiervolk hatte sich in erster Linie auf Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte eingeschossen. Im wahrsten Sinne des Wortes oft auch mit Raketen und Böllern. Was allerdings noch nicht einmal dazu taugte, an die Bilder vom G-20-Gipfel zu erinnern, da diese Straftaten leider auch nicht eindeutig respektive uneingeschränkt linken Chaoten zur Last gelegt werden konnten.

So konnten zwar wenigstens die üblichen Forderungen nach härteren Strafen erhoben werden, weitergehender politischer Nutzen ergab sich jedoch nicht. Sieht man einmal von der Erkenntnis ab, dass sich nicht nur der Finanzmarkt immer enthemmter zeigt. Offensichtlich tendieren auch ganz normale Bürger in Leipzig, Berlin oder München immer mehr und am liebsten auf den Straßen alle Hemmungen fallen zu lassen. Was vielleicht ein Hinweis darauf sein könnte, dass es in Deutschlands Schlafzimmern immer prüder zugeht.

   

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Rätselstunde am Dienstag

Wer hat das gesagt? Nur eine Antwort ist richtig! Auflösung morgen.

Viele von denen, die mehr Ressourcen und ökonomische oder politische Macht besitzen, scheinen sich vor allem darauf zu konzentrieren, die Probleme zu verschleiern oder ihre Symptome zu verbergen, und sie versuchen nur, einige negative Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren.

O Sahra Wagenknecht
O Al Gore
O Jorge Bergoglio
O Cem Özdemir

Die Umweltbelastungen könnten Milliarden von Menschen schaden, doch es ist absehbar, dass sich die Kontrolle des Wassers durch große weltweite Unternehmen in eine der hauptsächlichen Konfliktquellen dieses Jahrhunderts verwandelt.

O Sahra Wagenknecht
O Al Gore
O Jorge Bergoglio
O Cem Özdemir

Die Auslandsverschuldung der armen Länder ist zu einem Kontrollinstrument geworden, das Gleiche gilt aber nicht für die ökologische Schuld. Auf verschiedene Weise versorgen die weniger entwickelten Völker, wo sich die bedeutendsten Reserven der Biosphäre befinden, weiter die Entwicklung der reichsten Länder, auf Kosten ihrer eigenen Gegenwart und Zukunft.

O Sahra Wagenknecht
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O Jorge Bergoglio
O Cem Özdemir

Auffallend ist die Schwäche der internationalen politischen Reaktion. Die Unterwerfung der Politik unter die Technologie und das Finanzwesen zeigt sich in der Erfolglosigkeit der Weltgipfel über Umweltfragen.

O Sahra Wagenknecht
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O Cem Özdemir

Die Wirtschaft nimmt jede technologische Entwicklung im Hinblick auf den Ertrag an, ohne auf mögliche negative Auswirkungen für den Menschen zu achten. Die Finanzen ersticken die Realwirtschaft.

O Sahra Wagenknecht
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O Cem Özdemir

Es gibt nicht zwei Krisen nebeneinander, eine der Umwelt und eine der Gesellschaft, sondern eine einzige und komplexe sozio-ökologische Krise.

O Sahra Wagenknecht
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Quelle: Enzyklika ‚Laudato Si‘, Über die Sorge für das gemeinsame Haus, Rom, Juni 2015,