Schlagwort-Archive: Freizeit

Mann auf Couch

 

Das hat mir richtig imponiert. Der Mann war in Quarantäne gewesen. Positiv getestet. Also fern von Frau und Kind. Und jetzt saß er da auf der Couch und erzählte der Journalistin, was das mit ihm so gemacht hatte. Um es vorweg zu nehmen: Es hatte ihn verändert. Denn jetzt wollte er sich mehr den anderen Dingen widmen. Nicht nur immer Job und den Terminen hinterher hetzen. Sich auch mal Zeit nehmen für Andere. Auch für die Familie. Kurzum das Fazit: Geld allein macht nicht glücklich. Entschleunigung tut Not. Es muss nicht immer Abu Dhabi sein.

Also die Pandemie als Weckruf? Der Wandel als Folge der Gefahr? Was für ein Szenario! Die Menschen verkaufen ihre Autos, fahren nur noch mit dem Fahrrad, mit Bus oder Bahn. Unsere Innenstädte verwaisen zu Spielplätzen. Nicht Malle ist der Sehnsuchtsort, sondern das städtische Freibad oder der Weiher im Grünen. Nachhaltigkeit ist die neue Währung. Nachbarschaft das neue Freizeitvergnügen. Global soll nur noch die Empathie sein.
Ich weiß natürlich nicht, was der Mann gemacht hat, nachdem er die Couch und das Zimmer verlassen hatte. Aber denkbar ist es natürlich schon, dass durch diese Quarantäne bei ihm die Handlungskette gerissen ist. Weshalb sich die wohl nicht unberechtigte Frage stellt, ob die gerade praktizierten Lockerungen der richtige Weg sind. Dass jetzt sogar wieder Kinder spielen sollen, auf Spielplätzen. Denn da wird einmal mehr ein großes Manko sichtbar. Wir haben zwar offensichtlich genug Notfallbetten. Aber auf jeden Fall zu wenig Wohnraum, um alle in Quarantäne zu schicken.

Zuversicht

Das kann einem vielleicht sogar den Glauben wiedergeben. Vergangene Woche, am Freitag, sind Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland auf die Straße gegangen. Während der Schulzeit. Weil nicht genug geschieht. Weil die Politik die Zahlen kennt, die Fakten, aber nicht wirklich etwas unternimmt. Und es könnte sein, dass ich mich entschuldigen muss. Was ich gerne tun werde. Wenn kommende Freitag wieder Schülerinnen und Schüler auf die Straße gehen. Weil sie finden, dass es keinen Sinn macht, in die Schule zu gehen und zu lernen, wenn die Zukunft so düster aussieht.

Die Schwedin Greta Thunberg hat also damit angefangen. Sie bestreikt seit Monaten jeden Freitag die Schule, um stattdessen für ein lebensfreundliches Klima zu demonstrieren. Ob das jetzt auch die Schülerinnen und Schüler in Deutschland so lange durchhalten, das ist die große Frage. Denn für die Bildung zuständige Minister und Nachgeordnete haben teilweise schon schwere Geschütze aufgefahren. In Deutschland herrscht schließlich Schulpflicht. Und Ordnung. Da muss selbstverständlich in der Freizeit demonstriert werden. Aber Ordnung hält den Klimawandel nicht auf.

Ohne Titel

Es ist schon höchst interessant, wie eng getaktet solche Urlaubstage sind. Genau genommen habe ich zu Hause mehr Freizeit. Aber hier kommt jetzt keine Langeweile auf. Nur mit Mühe kann ich ein paar Minuten freischaufeln, um Blog zu schreiben. Ganz zu schweigen von der Mühe, die es mich kostet, ein Thema zu finden. Die große Politik?

Wird nichtig und klein angesichts der Milliarden von Sandkörnern, die sich in meiner Wäsche am Abend wiederfinden. Noch nicht einmal der Klimawandel beunruhigt einen hier so richtig. Um spätabends am Strand zu liegen und die Sterne und lautstark verliebte Pärchen zu beobachten, dürfte es wirklich nicht weniger warm sein.

Und nachdem es zum Essen Wein gibt, sind auch die sozialen Aspekte in so einem Urlaubsparadies eher nur zweitrangig. Wenn ich jetzt noch wüsste, dass der Flieger auch wirklich zurückfliegt, wäre ich sogar regelrecht zufrieden. Was einmal mehr beweist, dass die Ansprüche von uns 2.0-global Playern nicht mal so groß sind. Etwas zu trinken und zu schauen, schön warm und Internet. Mehr braucht der Mensch doch wirklich nicht. Wenigstens im Urlaub.

Zurück zur Jugend

Ich finde, man merkt diesem Blog an, dass er nicht gerade von einem Jugendlichen geschrieben wird. Zum Beispiel waren Pickel noch kein einziges Mal ein Thema. Und vor allem ist mir aufgefallen, dass sich die Beiträge über gesundheitliche Belange häufen. Was natürlich daran liegt, dass ich in den Warteschleifen beim Arzt natürlich zu allen Illustrieren greife, die greifbar sind. Und Gesundheit ist nun einmal ein großes Thema in Illustrierten. Schließlich werden ja sogar Reiche und Berühmte mitunter krank. Obwohl sie nicht in den Wartezimmern von Ärzten sitzen müssen.

Jedenfalls habe ich mir geschworen, dass das jetzt anders werden muss. Denn ich habe großes Verständnis dafür, wenn andauernde gesundheitliche Belange auf die eine oder den einen etwas deprimierend wirken. Das darf und soll nicht sein. Weshalb ich überlege, die ganze Sache jetzt vielleicht streng zu strukturieren. Jeden Wochentag vielleicht ein anderes Thema. Und am Wochenende Freizeit und Life-Style. Zur Erbauung.

Attentate und politische Entscheidungen gibt es dann nur noch montags. Das ist sowieso der am wenigsten angenehme Tag der Woche. Wenn auch nicht unbedingt für Rentner und Arbeitslose. Leider bin ich noch nicht zu einer Entscheidung gekommen, was mittwochs Thema sein soll. Also heute. Aber vielleicht sollte ich mittwochs einfach darüber schreiben, was ich gedenke die anderen Wochentage zu thematisieren. Und ich glaube, morgen sind jetzt erst mal Pickel dran. Damit dieser Blog endlich ein bisschen jugendlicher wird.

 

Abschied

Endlich sind sie vorbei. Die Zeiten, zu denen man stundenlang vor dem Fernsehgerät verbrachte, um Reden zu lauschen, die auch noch in einer fremden Sprache gehalten wurden. Man mit dicken Wörterbüchern und ausgedruckten Manuskripten bewaffnet versuchte nachzuholen, was man vor vielen Jahren in der Schule versäumt hat. Nur um möglichst absolut gar nichts von dem zu verpassen, was ein US-Präsident seinem Volk und der Welt verkündete. Um Zukunftsperspektiven zu eruieren, gesellschaftliche Entwicklungen seismographisch nachzuvollziehen.

Heute Nacht, nach unserer Zeit, hat Barack Obama seine letzte Rede als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gehalten. Immerhin brillant und emotional, wie schon so oft. Aber jetzt wird alles viel überschaubarer. Die Welt respektive die Reden vom mächtigsten Mann der Welt reduzieren sich nun wohl in der Regel auf 140 Zeichen. Gepostet bei Twitter. Und gegebenenfalls übersetzt von Facebook oder Google. Was den Tweets des künftigen US-Präsidenten dann vielleicht sogar einen gewissen Sinn verleihen könnte. Ich weiß nur noch nicht, was ich jetzt mit der ganzen Freizeit anfange.

 

 

Zukunftsmusik

Das sind doch wahrhaft paradiesische Zustände, die uns da die Automobilhersteller versprechen. Anstatt mit erhöhtem Blutdruck die Autoschlangen zu fixieren, die vor uns die Straßen versperren, werden wir in Zukunft hinter dem Lenkrad ganz entspannt unsere E-Mails checken. Oder mit der Gattin skypen, nachdem wir zu Hause kaum dazu kommen, mit ihr zu reden. Und natürlich können wir dann, wenn das autonome Fahren endlich Wirklichkeit geworden ist, auch unsere ganzen Einkäufe vom Auto aus erledigen. Die dann schon zu Hause sein werden, wenn wir vor der Haustür eingeparkt haben. Inzwischen arbeitet auch der weltweit größte Online-Händler daran, dass in naher Zukunft alles in Minutenschnelle ausgeliefert werden kann.

Das heißt, ein Menschheitstraum wird in Erfüllung gehen. All die unzähligen Stunden, die wir jetzt noch mit dem nervigen Autofahren verbringen, werden quasi zur Freizeit. Eine Art Urlaub in Raten. Und es gibt nicht wenige Unternehmen, die schon jetzt daran arbeiten, dass wir diese freie Zeit auch höchst vergnüglich verbringen können. Zum Beispiel mit Serien, die wir bis dahin sicher auf dem Display des Autocomputers streamen können. Mit permanent verfügbarem Internet in bester Qualität. Und es würde mich wundern, wenn es nicht schon ein Start-up geben würde, das die Lieferung von Sushi, Pizza und Coffee-to-go ins Auto deutschlandweit anbieten will.

Damit all dies Realität wird, geben die Automobilkonzerne Milliarden aus. Eine Marke mit fast olympischen Ringen als Emblem arbeitet zum Beispiel schon seit zehn Jahren daran. Sogar eine Firma, die höchst erfolgreich eine Suchmaschine betreibt, entwickelt ein autonom fahrendes Auto. Es besteht also kein Zweifel, dass es in Bälde Wirklichkeit wird. Und kein Zweifel besteht auch daran, dass momentan noch vielfach der Anreiz und vielleicht auch das Geld fehlen, um Autos zu entwickeln, die kein oder kaum CO² ausstoßen. Es könnte also vielleicht sein, dass wir zwar in der Zukunft autonom fahrende Autos haben. Aber vielleicht wegen fortwährender Klimakatastrophen oder weil uns der Sprit ausgeht, nur noch selten im Auto unterwegs sind.

Ein absurder Gedanke

Vielleicht ist es ja ein eher absurder Gedanke. Aber es ist ja auch eine etwas absurde Geschichte, von der heute Morgen im Rundfunk berichtet wurde. Und dieses Mal waren es nicht die Schweizer, nein, in den USA wurde das erfunden. Man weiß nicht von wem und auch nicht wann, man kennt nur das Resultat: den International Lazy Day, den Internationalen Tag der Faulheit. Also der Aufruf, jedes Jahr am 10. August einfach mal alle viere von sich zu strecken, den Wecker ebenso zu ignorieren wie irgendwelche Ermahnungen oder Anordnungen, dies oder jenes zu tun.

Ich habe jedenfalls sofort diesen Aufruf ignoriert und mich vielmehr gleich an die Arbeit gemacht. Was wohl an meinem Naturell liegt. Das ich offensichtlich mit vielen Bürgern hierzulande teile, weshalb wir ja auch Export-und Fußball-Weltmeister sind. Hatte dann auch bald Erfolg und im Bücherregal zumindest schon einmal Paul Lafargues kleines Manifest „Das Recht auf Faulheit“ gefunden. Und ich gebe es offen zu, er hat mich auf diese absurde Idee gebracht.

Stellen wir uns doch einfach einmal vor, dass nicht die Faulheit sondern der Fleiß quasi ein Schimpfwort wäre. Dass Wachstum kein Dogma mehr wäre sondern öffentlich geächtet. Und das neue Credo aus dem alten Rom käme. Und zwar von Marcus Tullius Cicero, der in seiner Schrift „Über den Redner“ von der „Muße mit Würde“ sprach. Der damals zwar eher an den Staat dachte und die Muße vor allem darin sah, dass sich der Staat weder politischen noch kriegerischen Auseinandersetzungen aussetzt. Aber warum sollte man diesen Gedanken nicht auch auf uns Bürger ausdehnen. Schließlich sind wir nicht nur das Volk sondern auch diejenigen, die alle Zechen dieses Staates zahlen.

Eine Muße in Würde könnte ja so aussehen, dass wir so viel arbeiten, dass es vielleicht nicht mehr für SUVs reicht und zwei Mal im Jahr für eine Fernreise – aber für den Lebensunterhalt. Wir dafür aber den halben Tag Zeit haben, uns den schönen Dingen des Lebens zu widmen, der Familie, den Freunden, unseren Hobbys. Und so vielleicht zu zufriedeneren Menschen werden. Weshalb es kaum noch Mord und Totschlag gibt. Frauen und Kinder in Frieden und unbehelligt leben können.

Außerdem gibt noch weniger Verkehrstote. Weil Frust nicht mehr durch Aggressivität kompensiert werden muss. Wir sind so ausgeglichen, dass wir sogar kaum noch um uns selber kreisen müssen sondern uns gerne um andere kümmern, das sogar als befriedigend empfinden. Und weil es die Muße ja ganz umsonst gibt, müssen wir auch keine so große Angst mehr haben, dass uns etwas weggenommen wird. Wir können friedlich mit anderen Menschen zusammen leben, woher sie auch immer gekommen sind.

Ich weiß, das ist jetzt noch nicht sehr akribisch durchdacht, und natürlich müsste man auch die Ergebnisse diverser wissenschaftlicher Studien abwarten. Aber zumindest der gedankliche Ansatz wäre doch durchaus einmal eine Diskussionsgrundlage. Also sowie ich Zeit habe, werde ich mich intensiver damit beschäftigen. Aber jetzt muss ich erst mal zur Arbeit. Und außerdem hat meine Frau mich gerade daran erinnert, dass ich auch den Müll mit runter nehmen muss und nicht vergessen darf, in die Apotheke zu gehen. Vielleicht komme ich ja Morgen dazu, mich intensiver mit der Muße zu beschäftigen.

Luftige Vergnügen

Die Einen sagen, dass es eine halbe Million Menschen gewesen wäre, andere Quellen sprechen von „nur“ 300.000. Geplant waren 50.000 Besucher gewesen. Wie viele es auch immer waren, das Open Air-Festival in Woodstock im Jahr 1969 war ein Phänomen. Die Verhältnisse waren chaotisch. Es goss in Strömen, mancher Musiker war so zugedröhnt, dass er den Text vergaß, andere hatten keine Instrumente dabei. Trotzdem blieb das „Woodstock Open Air-Festival“ friedlich, wurde zum Symbol für Freiluftveranstaltungen und „Love and Peace“. Nur Pete Townsend von der Band The Who soll etwas aus der Rolle gefallen sein und Roger Daltrey in den Hintern getreten haben.

Erfunden wurde Open Air allerdings natürlich nicht erst in Woodstock. Schließlich gab man ja schon im alten Griechenland oder im nicht ganz so alten Rom den Menschen Gelegenheit sich unter freiem Himmel unterhalten zu lassen. In Hellas ganz gerne mal mit Theater, bei den Römern bevorzugte man Gladiatorenkämpfe. Ein Open Air ist eben auch dem Wandel der Zeit unterzogen. Weshalb zum Beispiel Rock im Park oder ein Taubertal-Festival auch nicht mehr das sind, was sie früher einmal waren.

Man kann sich nämlich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Musik nicht mehr so ganz im Vordergrund steht. Dafür wird inzwischen umso mehr Party gemacht. Was sich leicht an den zurückbleibenden Bergen von Flaschen und Dosen ablesen lässt. Nur Wacken im sonst ja eher als steif verschrienen Schleswig Holstein ist geblieben, was es schon immer war, nämlich das Mekka für trinkfeste Heavy-Metal-Fans. Andererseits hat inzwischen ja sogar die Klassik das Open Air-Feeling entdeckt, pilgern ganze Symphonieorchester gerne mal zu irgendwelchem historischen Gemäuer.

Dass man aber nicht unbedingt Musik als Grund braucht, um sich mit Gleichgesinnten an der mehr oder minder frische Luft zu treffen, zeigt ein Freizeitvergnügen, das inzwischen dem klassischen Open Air fast schon den Rang abläuft, das Public Viewing nämlich. Was auf Deutsch nichts anderes heißt, als dass der Fernseher um einiges größer ist als zu Hause, und man außerdem nicht nur mit ein paar Freunden ein Fußballspiel anschaut sondern gleich mit 50.000 Gleichgesinnten und mehr.

Wie zum Beispiel demnächst wieder beim Champions League-Finale in Berlin. Und damit kommen wir der Antwort auf die Frage näher, was den Reiz des Open Air für die Menschheit ausmacht. Es geht gar nicht so sehr um die frische Luft. Es geht einfach darum, mit vielen anderen das Gleiche zu erleben. Und weil ins Wohnzimmer meistens nicht mehr als 10 oder 20 Leute reinpassen, muss man halt raus ins Freie. Ich habe jedenfalls schon mal meine Bus-Fahrkarte gekauft.

Tag der Arbeit

Es ist zwar nicht sehr angenehm, aber es ist mehr oder minder berechtigt. Ich bin als Korinthenkacker verschrien, als Haarspitzenspalter und Pfennigfuchser. Allerdings glücklicherweise nur was Sprache anbelangt. Da habe ich meinen Anspruch, und ich stehe auch dazu. Sprache verlangt nach meiner Ansicht durchaus nach Korrektheit – und geeigneter Wortwahl. So wie ich ja auch bei einer mathematischen Gleichung nicht irgendeinen Wert für den geforderten einsetzen kann. Weshalb es mich halbwegs irre macht, was man manchmal so zu hören kriegt. Auch wenn es mitunter nicht einer gewissen Komik entbehrt.

So zum Beispiel, wenn ein Brüsseler Spitzenpolitiker behauptet, Brüssel müsse „sich den Hut der Verantwortung aufsetzen“. Oder jemand allen Ernstes sagt: „Wir werden alles dafür tun, dass nicht noch mehr Opfer sterben.“ War übrigens Frau Merkel. Und für folgende Aussagen möchte ich die Urheber aus Gründen der Diskretion lieber erst gar nicht nennen. Wenn nämlich jemand sagt, dass „der Gag ausgelutscht ist“, oder, „Streiks eine ganze Nation flach legen“, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn „die Emotionen hoch schlagen“ und „die Angst immer ein bisschen mit schwebt“. Da würde man nämlich am liebsten „die ganzen Spekulationen wegwischen“.

Mein sehr ernst gemeinter Vorschlag, den Begriff „Tag der Arbeit“ für den 1. Mai abzuschaffen, hat allerdings nur bedingt etwas mit Sprache zu tun. Er ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Als ich ihn heute im Gespräch mit einem jungen Menschen einmal gebrauchte, sagte dieser daraufhin erstaunt und fast entrüstet: „Wieso Tag der Arbeit? Heute ist doch frei!“ Und da kann man ihm eigentlich noch nicht einmal widersprechen.

Ich habe dann darauf verzichtet, ihm von Ferdinand Lassalle, Wilhelm Liebknecht oder August Bebel zu erzählen. Habe auch nichts gesagt von den Arbeitervereinen oder der proletarischen Frauenbewegung und Clara Zetkin. Dafür hatte ich leider keine Zeit. Ich musste noch was arbeiten. Aber immerhin konnte ich mir nach diesem Gespräch noch kurz eine Alternative überlegen. Wie wäre es mit „Tag der Freizeit“? Könnte man im Gegensatz zu „Tag des Maibaums“ auch deutschlandweit verwenden.