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Diaspora

Es ist wieder einmal ein Experiment. Die Welt schaut voller Spannung. Aber ich frage mich bang, wohin sie denn gerade blickt. Kein Radio verfügbar, kein Fernsehgerät in Reichweite. Und ja, noch nicht einmal irgendeine noch so marginale Verbindung mit dem Internet. Und wie kommt denn da der oder das Blog ins Netz? Fragt vielleicht die Eine oder der Andere. Ganz einfach, lautet die Antwort, Telefon gibt es, also konnte der Text telefonisch weitergegeben werden. Wurde sozusagen in die Sprechmuschel diktiert. Und freundlicherweise sodann auf Computer und die Web-Seite übertragen.
Man braucht also auch dazu gar kein Modem, solange es wenigstens ein Telefon, schnurgebunden, und einen entgegenkommenden Menschen gibt. Und was jetzt so banal daherkommt, ist dann auch ein Plädoyer für den Menschen. Noch ist er manchmal unverzichtbar. Und das hat zumindest für mich etwas beruhigendes. Und geradezu beunruhigend ist es, wie beruhigend es sein kann, nicht zu wissen, was gerade wieder auf der Welt passiert oder eben leider nicht. Wenn ich jetzt noch den Kopf heben müsste, um aufs Meer zu schauen, wäre das geradezu paradiesisch. Aber Bäume sind ja auch was schönes.

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Verlagerung der Lösung

Bleiben wir doch mal beim Thema (sh. Blog von gestern). Wenn auch einen anderen Aspekt betreffend. Aktuelles Beispiel: Die Brennerautobahn. Hat ja jetzt einen Gipfel gegeben. Und das Ergebnis ist genau das: der Gipfel. Denn es wird genau das passieren, was gefühlt immer öfter passiert, wenn ein Problem gelöst werden muss. Nämlich nicht allzu viel. Denn es sind sich zwar alle einig, dass es nicht so optimal ist, wenn täglich 38.630,14 Lkw über den Brenner brettern. Macht nämlich 14,1 Millionen pro Jahr. Und jede Menge Abgase und Lärm.

Weshalb man jetzt mal wieder die grandiose Idee hegt, Lkw  auf die Schiene zu verlagern. Sie also mit dem Zug über den Brenner zu fahren. Hat aber auch gleich Unmut hervorgerufen, bei besorgten Bürgern. Züge würden nämlich auch Lärm machen. Und damit das gleiche Level wie die Bürgerinitiativen gegen Stromtrassen oder Windräder erreicht. Initiiert von Menschen, die viel für die Umwelt tun. So lange es nicht in der Nähe der Haustür stattfindet, was getan werden müsste.

Weshalb ich da einen Vorschlag machen möchte: Warum verlagert man denn nicht alles, was so stört, in die Luft? Vielleicht in 5.000 Meter Höhe. Also die Autobahnen, den Schienenverkehr, die Stromtrassen und Windräder. Das wäre doch mal eine Innovation. Und eine technische Herausforderung. Ganz in der Tradition des bisherigen Verlaufs der Evolution der Menschheit. Natürlich auch und wie vieles anderes mit einem kleinen Risiko behaftet.

Denn das würde selbstverständlich auch eines dieser Großprojekte werden, die erfahrungsgemäß zwar nur das Doppelte vom veranschlagten Betrag kosten, aber dafür bis zur Fertigstellung die vierfache Zeit beanspruchen. Was unter Berücksichtigung des aktuellen Tempos, mit dem die Umwelt gerettet wird, bedeuten könnte, dass es zu spät ist. Bis dahin unser schöner blauer Planet sowieso mehrheitlich unbewohnbar geworden ist. Zumindest für uns Menschen. Was ja wiederum ein Hoffnungsschimmer für die anderen Spezies und Pflanzen wäre.