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Mensch und Maschine

Dass Geräte des täglichen Bedarfs, also Toaster, Waschmaschinen, Laptops, Fritteusen oder Smartphones, so konstruiert sind, dass dem Besitzer im Bedarfsfall, also einem Schadensfall, eine Reparatur nicht zugemutet werden kann, weil zumeist fast so teuer wie das Gerät neu kostet, daran haben wir uns ja wohl schon gewöhnt. Um nicht zu sagen, wir wollen es nicht mehr missen. Versetzt es uns doch in die glückliche Lage, erstens immer auf dem neuesten Entwicklungsstand zu sein mit unseren Gerätschaften. Und zweitens endlich mal wieder shoppen gehen zu können.

Nun deutet alles darauf hin, dass diese Verfahrensweise auch immer mehr auf den Menschen übertragen wird. Durch die Zahl der Hüftgelenk-Operationen wurde der Trend immer deutlicher, setzte sich mit anderen Austauschaktionen am menschlichen Körper kontinuierlich fort. Und nun scheint man die Idee offensichtlich auch vermehrt im Bereich der Zahnmedizin aufzugreifen. Zahnerhalt war gestern, heute wird ausgetauscht. Manchmal auch das komplette Kauwerkzeug gegen All-inclusiv-Implantate.

Und mitunter auch störrischen Menschen auf die Sprünge geholfen: Finger auf den Zahn gelegt und hin und her bewegen. Seltsamerweise hat so jeder das Gefühl, dass der Zahn wackelt. Also raus mit dem Ding und einen Neuen gekauft. Dass dies etwas damit zu tun haben könnte, dass so eine Neuanschaffung im Zahnbereich bis zu 30.000 Euro kosten kann, während eine Tiefen-Prophylaxe gerade mal mit 100 bis 200 Euro für den Zahnarzt zu Buche schlägt, ist natürlich unwahrscheinlich. Vielmehr ist davon auszugehen, dass dies nur zu unserem Besten ist. Damit auch unsere Körper zumindest in Teilen wieder wie neu sind.

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Glaube an die Menschheit

Natürlich wiegt das nicht all die anderen Missetaten auf, derer sich Menschen in diesem Jahr ebenso schuldig machen werden, wie sie das in den vergangenen Jahrtausenden bereits getan haben. Aber vielleicht ist es ja ein Silberstreif am Horizont, der Vorbote einer Veränderung im Verhalten, die sich zwar mühsam aber dank globaler Vernetzung vielleicht doch etwas schneller als im Schneckentempo niederschlagen wird.

Auslöser für solche, auf diesen Seiten ja selten gesehene und bis dato nie wirklich propagierte Euphorie ist eine Nachricht aus der Welt der Informationstechnologie, in der die Benutzer so oft nicht darüber informiert werden, was denn eigentlich auf ihren Geräten so alles passiert. Umso erstaunlich, wenn man dann erfährt, dass etwas passieren könnte – aber allem Anschein nach noch nicht passiert ist.

Das klingt etwas kryptisch, liegt aber wohl in erster Linie daran, dass es sich um eine Sicherheitslücke in Milliarden von Geräten handelt, die es Hackern möglich macht, sich Zugang zu Passwörtern und Krypto-Schlüsseln zu verschaffen. Und damit Zugriff auf Konten oder EC-Karten und andere Zahlungssysteme. Und das schon seit Jahren. Und dass dies allem Anschein nach noch nicht im großen Stil passiert ist, könnte doch ein Hinweis auf das Gute im Menschen sein.

Oder dass zumindest die Zahl der Menschen, die das technische Know-how haben, aber trotzdem rechtschaffen sind, größer ist als angenommen. Möglicherweise hat es sich aber vielleicht auch einfach noch nicht rumgesprochen, dass diese Sicherheitslücke existiert. Weshalb sich jetzt zumindest, dank der Veröffentlichung, schließlich heraus stellen wird,  ob der Glaube an die Menschheit nicht vielleicht doch gerechtfertigt ist.