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Höhenkurort mit Einkaufsmöglichkeiten

Will man einschlägigen Internet-Portalen Glauben schenken, dann ist dies ein Ort der Superlative. Nämlich ein Ferienort mit dem größten Bergferien, Sport und Tagungsangebot der Alpen. Und außerdem ist Davos auf einer Höhe von 1.560 Metern die höchste Stadt der Alpen. Und ein Höhenkurort mit langer Tradition. Mit sehr teuren Hotels.

Davos ist dem zufolge eine lang gestreckte Stadt im schweizerischen Graubünden, im Landwassertal, die in ihrem Herzen ein breites Beherbergungsangebot, vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und unzählige Boutiquen, Cafés und Restaurants bietet. Und nachts mit Bars, einem Casino und Diskotheken für Unterhaltung sorgt.

Doch es sollte auch nicht vergessen werden, dass Davos Sitz des renommierten Instituts für Schnee- und Lawinenforschung ist. Und einmal im Jahr das Institut Oxfam die neuesten Statistiken über die Verteilung des weltweiten Vermögens herausgibt, wenn sich in Davos Staats- und Konzern-Oberhäupter treffen. Wobei niemand genau weiß, ob die zum Shoppen oder zum Ski-Fahren kommen.

Frohe Ostern

Wohl dem, der einen Freund hat, der gerade aus Vietnam nach Deutschland gekommen ist. Und die Frage stellt, was denn eigentlich Ostern sei. Als erstes fällt einem natürlich ein, dass das dieses Wochenende ist, an dem man stundenlang gefärbte Eier aus zum Teil natürlichem Material und andere Süßigkeiten versteckt, die dann zu einem nicht geringen Teil das Schicksal von einzelnen Socken teilen. Sie werden nie wieder gefunden. Dafür finden sich auf den Tischen an diesem Wochenende zu verschiedenen Gelegenheiten Speisen, für die Lämmer sterben mussten und andere Tiere, für vieles war aber auch nur Zucker, Mehl und noch ein paar andere Zutaten nötig.

In erster Linie ist aber Ostern ja eine günstige Gelegenheit, um endlich mal wieder ein paar Tage auszuspannen, also um nach Florida zu fliegen oder zumindest in die Berge zum Skifahren zu fahren oder, wenn es gar nicht anders geht, auch mal wieder Verwandtschaft zu besuchen, auf dem Weg zu einem Erlebnisbad, das einem noch länger in Erinnerung bleiben wird, weil man mit einem Fußpilz nach Hause kommt. Aber natürlich ist Ostern auch das Wochenende, an dem manche Menschen in immer kleiner werdenden Gruppen auf die Straße gehen, um für den Frieden zu demonstrieren. Was aber kaum noch jemand beachtet, denn Gott sei Dank findet der Krieg ja woanders statt.

Dass Ostern aber auch noch eine andere Bedeutung haben könnte, darauf verweist eigentlich nur das Fernsehprogramm. Denn es werden zumindest am Morgen erstaunlich viele Gottesdienste übertragen und der Papst sagt irgendetwas von „urbi et orbi“ und Bischof Marx und ein Herr Bedford-Strohm kommen in auch in den Abendnachrichten kurz zu Wort. Das bezieht sich aber nur auf öffentlich-rechtliche TV-Sender, alle anderen bringen das übliche Programm von „Bauer sucht Frau – das große Wiedersehen“ bis „Crocodile Dundee – Ein Krokodil zum Küssen“. Am ehesten könnte noch „Gladiator“ einen Bezug zum Osterfest darstellen.

Aber zum Glück gibt es Suchmaschinen im Internet. Dort heißt es, dass an Ostern Jesus von den Toten auferstanden sei, nachdem er am Karfreitag auf dem Hügel Golgatha gekreuzigt worden wäre. Und sich Christen an diesem Wochenende daran erinnern würden. Woraufhin ich einen Nachbarn gefragt habe, der mir antwortete, dass er davon nichts wüsste, denn er sei erst vor zwei Jahren aus Sachsen hierher gezogen. Aber dafür wüsste er ganz genau, dass Islamisten den Leuten die Hände abhacken und deutsche Frauen vergewaltigen. Mein vietnamesischer Freund hat daraufhin beschlossen, sich selber zu informieren, was es mit Ostern auf sich hat. Mir fiel dann noch die Zeitumstellung ein.