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Heiterkeit ist recyclebar

Man macht sich ja so seine Gedanken. Über den Klimawandel. Was Merkel macht, wenn sie ausgelassen ist. Wo schon wieder die zweite Socke geblieben ist. Wer den letzten Mango-Joghurt gegessen hat. Und jetzt auch noch Karneval respektive Fasching. Doch wenigstens da hatte ich eine geniale Idee. Regnen jetzt doch wieder Tonnen von Papierschlangen und Konfetti auf die Närrinnen und Narren. Die spätestens am Aschermittwoch in den Mülltonnen landen. Also nicht nur bei der Herstellung CO² ausstoßen. Sondern auch bei der Beseitigung.

Mein Vorschlag: Luftschlangen aus Hanf. Vielleicht in der Luxusausführung von Hand gestrickt und alle natürlich immer wieder verwendbar und bei 30° in der Waschmaschine zu reinigen. Ob auch Konfetti aus Hanf hergestellt werden kann, das weiß ich nicht. Aber nachdem es auch Hanfkekse gibt, ist das vielleicht auch kein so großes Problem. Auf jeden Fall würde es auch wieder ein paar Arbeitsplätze mehr in Pakistan, Bangladesch oder Äthiopien bedeuten.

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Viele Fragen und eine Antwort

Schon Pu der Bär, angeblich ein Bär von sehr geringem Verstand, der es aber immerhin schon 1926 als Winnie-the-Pooh zu einigem Erfolg in der literarische Welt brachte, hat das thematisiert. „Fragen, Fragen, immer nur Fragen“, hat er gesungen, und vorsichtshalber schon mal angeregt, doch besser jemand anderen zu fragen als ihn. Was zeigt, wie intelligent er in Wirklichkeit ist. Und so ist es doch, trotz aller Erkenntnisse der Menschheit aus den vergangenen 7 Millionen Jahren: Die großen Fragen sind geblieben, die meisten Antworten bis heute nicht wirklich gefunden. Das Leben an sich ist nach wie vor ein einziges, großes Fragezeichen.

Weshalb ich mich frage, warum der Mensch nicht einfach resigniert oder im klügsten Falle nur Fragen stellt, auf die es auch eine Antwort gibt. Die entweder die zuständige Bäckerei-Fachverkäuferin schon am frühen Morgen beim Semmel-Kauf parat hat, oder spätestens nach dem morgendlichen Email-Check von Google unter Mitwirkung der NSA beantwortet werden. In letzterem Falle wäre es allerdings sinnvoll, nicht nach der Zusammensetzung von Sprengstoff oder Obamas privater Adresse zu fragen, sonst könnte man vielleicht Antwort auf die Frage bekommen, was Waterboarding ist. Selbst wenn man die Frage gar nicht gestellt hat.

Aber auch die Beantwortung ganz andere Fragen kann sich geradezu drastisch auswirken. Man denke nur einmal an die absolut nicht zu beantwortende Fangfrage für Männer, die da lautet: Schatz, findest Du eigentlich, dass ich dicker geworden bin? Die aus der Antwort resultierenden Folgen können durchaus dem Waterboarding ähneln. Überhaupt ist das Zusammenleben von Frau und Mann nach wie vor ein ausgesprochen weites Feld der unbeantworteten Fragen? Schließlich weiß man ja selbst nach 42 Jahren Ehe immer noch nicht, warum die oder der Partner nicht die Zahnpasta-Tube zumachen kann.

So ist das unterschiedliche Verhalten der Geschlechter ebenso eines der ungeklärten Rätsel der Menschheit wie die Frage, ob Fische weinen können, und warum Hunde selbst dann mit dem Schwanz wedeln, wenn es wirklich keinen Grund dafür gibt. Aber es geht ja nicht nur um die elementaren Dinge des Lebens. Unendlich lang ist die Liste der immer wiederkehrenden, ungeklärten Fragen des Alltags.

Reicht Schokolade um glücklich zu werden? Und warum macht sie nur mich dick? Oder warum kann sich der Nachbar ein größeres Auto als ich leisten? Und wo ist der zweite Socken? Doch wie oft passiert es dann im Leben, dass man glaubt, endlich einmal eine Antwort gefunden zu haben. Und prompt passiert irgendetwas, das wieder alles in Frage stellt. Doch zumindest lässt sich die Frage beantworten, warum gerade an dieser Stelle und gerade heute die Frage nach den Fragen gestellt wird. Ich habe mich nämlich gefragt, warum ich mich jeden Morgen an den Schreibtisch setze und diesen Blog schreibe.