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Solidarität im Osten

Jetzt ist die Ostflanke komplett. Endlich haben sich auch die Wähler Polens für eine Partei entschieden, die sich um nationale Belange kümmert. Also zum Beispiel keine Flüchtlinge ins Land lässt. Mehr Nationalstaat praktiziert und sich noch weniger von Brüssel gängeln lässt. Wie der Nachbar Ungarn zeigt, kann man ja trotzdem Mitglied der EU sein. Und der Dritte im Bunde hat auch gerade erst durch seinen Vizepremier Andrej Babis verkünden lassen, dass auch Tschechien keinen Grund sieht, sich in der Flüchtlingsfrage von Brüssel reinreden zu lassen. Was im Klartext auch nichts anderes heißt, als dass dieser ganze Flüchtlingsstrom Tschechien überhaupt nichts angeht.

Und jetzt gibt es natürlich Menschen, die das nicht so gut finden. Aber man kann es durchaus auch als eine positive Entwicklung betrachten. Wenn man es nur aus einer anderen Sicht sieht. Denn Polen, Ungarn und Tschechien sind als EU-Mitglieder sogenannte Nettoempfänger. Das heißt, dass alle drei mehr von der EU bekommen als sie an die EU zahlen. Das waren vor ein paar Jahren immerhin schon mehr als 13 Milliarden Euro und ist mit Sicherheit aktuell nicht weniger sondern eher ein bisschen mehr geworden.

Und anstatt diese Summen auch im kommenden Jahr an diese drei Staaten zu zahlen, könnte man das Geld doch jetzt sinnvoll für Flüchtlings-Unterkünfte und Hilfsmaßnahmen in den Ländern verwenden, die Flüchtlinge aufnehmen. Respektive in denen sie den Boden der EU betreten. Und vielleicht würde ja so auch sogar noch ein bisschen Geld übrig bleiben, damit in Deutschland die Flüchtlingsunterkünfte wieder bewohnbar gemacht werden können, die von Leuten in Brand gesteckt wurden, die lieber in Polen oder Ungarn leben würden, aber dort nicht als Flüchtlinge anerkannt werden.