Schlagwort-Archive: Terrorismus

Herbsttage

Die Urlaubsbräune verblasst schon so langsam. Der Widerstand, noch keine Lebkuchen und keinen Stollen zu kaufen, wird wohl bald zusammen brechen. Schließlich werden ja bereits Kataloge und die Auslagen der Geschäfte nach potentiellen Weihnachtsgeschenken durchsucht. Und jetzt hat uns auch noch der Herbst gezeigt, wie stürmisch er sein kann. Mit tödlichen Folgen und ziemlicher Verwüstung. Hat aber natürlich nichts mit Klimawandel zu tun, sondern vor allem mit der Flüchtlingspolitik von Frau Merkel. Denkt sich der Teil von Deutschlands lautstarker Minderheit, der dieses Mal wenigstens auch wählen gegangen ist. Weshalb sich die politische Arbeit momentan vor allem auf Sitzordnungen beschränkt. Aber es ist halt Vorweihnachtszeit, die „staade“ Zeit, wie man in Bayern sagt. Auch wenn es gerade mal Oktober ist. Doch die Zeit ist schließlich schnelllebiger geworden. Außerdem werden mittlerweile die Kerzen ja schon ganzjährig angezündet, zumindest dort, wo der Terror oder auch einfach nur Psychopathen ohne terroristischen Hintergrund ihre Opfer gefunden haben.

Man könnte also sagen, dass zumindest optisch das ganze Jahr über so etwas wie Weihnachtsstimmung herrscht. Und wenn dann auch noch Apple sein neuestes Smartphone präsentiert, dann klingeln die Kassen süßer als alle Glocken. Nur dass die Engelein in vielen Regionen nicht gerade von Frieden und Freud singen. Eher vergeht den Menschen dort Hören und Sehen. Weshalb Fernsehgeräte eine Fernbedienung haben. Damit der Mensch hierzulande nicht aufstehen braucht, wenn er zur Unterhaltungssendung wechselt, bevor er auch noch anfängt zu glauben, dass das gezeigte Elend vielleicht sogar echt sein könnte. Was gerade jetzt irgendwie überhaupt nicht passt. Schließlich sind ja die Spendenaktionen noch nicht angelaufen, wo wir uns vor Weihnachten alljährlich unsere Ablässe kaufen, damit es eine fröhliche Weihnacht wird.

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Der Friedensengel

Der Besuch des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump in Saudi-Arabien hat den Durchbruch gebracht. Nun ist es gewiss, dass ein Frieden in der Region in greifbarer Nähe ist. Bereits am ersten Tag des Besuches wurden Abkommen im Wert von 340 Milliarden Euro unterzeichnet. Ein Großteil betrifft Waffenlieferungen, unter anderem von gepanzerten Fahrzeugen, Raketen und Sprengkörpern. Vor allem über die Lieferung von Präzisionsmunition, unter Obama noch verboten, wird man sich im benachbarten Jemen freuen, wo sich Saudi-Arabien sehr intensiv engagiert.

Doch auch im Syrienkonflikt kommt damit der Frieden näher. Hatte doch Saudi-Arabien vor kurzem erst den Vorschlag gemacht, aktiv und mit Bodentruppen in den Kampf gegen den syrischen Präsidenten einzugreifen. Und nachdem inzwischen zumindest offiziell die Unterstützung vom sogenannten Islamischen Staat oder Al Qaida obsolet ist, könnte nun Saudi-Arabien mit den neuen Waffen an der Seite der USA gegen den Terror und gleichzeitig gegen Assad zu Felde ziehen. Und somit auch den Einfluss des Iran eindämmen.

Um den Frieden in der arabischen Region dauerhaft zu stabilisieren, wird die US-Handelsdelegation unter Ägide von Donald Trump wohl auch in Israel Abkommen über Waffenlieferungen abschließen, der nächsten Station auf seiner Reise. Und nach der für heute zu erwartenden Rede Trumps über den Islam, dürfen auch die Menschen in Europa aufatmen. Nachdem der US-Präsident in der Vergangenheit mit anti-islamischen Äußerungen aufgefallen war, wird diese Rede zweifelsohne den Wendepunkt in der Beziehung zwischen Islam und westlicher Welt markieren. 180-Grad-Wenden sind schließlich seine Paradedisziplin.

Promenade des Anglais

Ja, wir haben ein bisschen gefeiert, gestern Abend. Gelacht haben wir, ein paar alte Geschichten erzählt. Ein paar Albernheiten. Chansons gehört. Die wie ein Tagebuch in die Vergangenheit führten. Und wir haben das Glas erhoben. Es lebe Frankreich. Und heute Morgen hätte man davon noch zehren können. Noch einmal gelacht. Über die alten Geschichten. Über manche Albernheit. Doch durch eine einzige Nachricht war alles weggewischt. Geblieben sind nur noch Trauer und Wut.

 

Oui, nous avons fêtés un peu hier soir. Nous avons rigolés, racontés des histoires. Quelques conneries. Nous avons écoutés des chansons. Qui nous menaient au passé comme un journal. Et nous avons levés les verres. Vive la France. Et ce matin on aurait pu d’en vivre. On aurait ri encore une fois. De ces vieilles histoires. D’une bêtise. Mais par une seule nouvelle tout était effacé. Ce qu’il restait c’était le deuil et la rage.

Lagebericht

Ich neige ja eher dazu, meine Befindlichkeiten und Unpässlichkeiten zu überspielen. Schließlich weist mich meine amtlich beglaubigte Geburtsurkunde als einen Vertreter des männlichen Geschlechts aus. Doch manchmal gibt es Situationen, in denen noch nicht einmal ich die Augen verschließen kann vor der Realität, in denen ich mir eingestehen muss, dass auch ich nur ein Mensch bin. Der sich mitunter den Beeinträchtigungen durch seinen Körper beugen muss. Auch wenn dies natürlich nie eine Kapitulation bedeuten kann.

Auf jeden Fall müssen zu meinem größten Bedauern heute die große Politik und die gesellschaftlichen Verwerfungen außen vor bleiben. Umso bedauerlicher, weil eigentlich Panamapapers und Donald Trump ebenso nach einem Diskurs schreien wie das Abkommen mit der Türkei, der Terrorismus in Europa inklusive Bundeswehreinsatz in Mali und die Schreckensmeldung, dass Barbara Schönberger als Editor at Large, so jedenfalls das Impressum und mit einer nicht zu leugnenden Doppeldeutigkeit, jetzt auch eine Zeitschrift für Frauen herausbringt. Tenor: keine Kalorien zählen sondern sie essen! Außerdem wird der Frage nachgegangen, ob „Spargeltarzane“ sexy seien.

All dies muss ich also heute meinem gesundheitlichen Zustand opfern, muss stattdessen meinen Nachlass ordnen, vielleicht auch noch ein neues Testament aufsetzen, mit dem einen oder anderen lieben Menschen noch ein paar letzte Worte wechseln, einige Briefe schreiben, meinen Schreibtisch und den Wäscheschrank ordnen. Was mit Sicherheit meine letzten Kräfte aufzehren wird, weshalb ich die folgenden Stunden und vermutlich auch Tage und, wenn es mir denn überhaupt noch vergönnt ist, auch noch Wochen wohl nur noch im Bett erleben werde. Ich habe nämlich Schnupfen.

Bayerns Weg in die Unabhängigkeit

Einer meiner kühnsten Träume scheint in greifbare Nähe zu rücken. Ich habe meine Frau und die Kinder schon einmal angewiesen, das Notwendigste in Koffer und Taschen zu packen. Die Möbel müssten wir dann notfalls nachkommen lassen. Aber jetzt ist Eile geboten, solange die Grenze noch offen ist. Denn hat Bayern die Grenzen erst einmal dicht gemacht, wie jetzt angedroht, dann wird es nach meiner Einschätzung nicht mehr lange dauern, und Bayern erklärt sich selber als unabhängig, zu einem neuen Staat in der Mitte Europas. Vielleicht sogar zur Monarchie.

Und da kann mich natürlich nichts mehr hier im hohen Norden halten. Da möchte man doch dabei sein. Denn wann hat es zum letzten Mal einen deutschen König gegeben? Und dann auch noch gleich so einen! Vor das Bundesverfassungsgericht will der noch-Ministerpräsident Seehofer die Bundesregierung zerren. So wie ich ihn kenne, verklagt er wahrscheinlich auch noch die EU vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Und es würde mich nicht wundern, wenn er die bayerischen Trachtenvereine schon in Richtung Grenzen in Bewegung gesetzt hätte, um diese zu überwachen.

Was wird das für ein gelobtes Land werden. Keine hässlichen Windkrafträder. Strom nur unter der Erde. Mütter nur am Herd. Vier neue Startbahnen für den Münchener Flughafen. Und Pkw-Maut nur für Ausländer. Dann natürlich auch für Autofahrer aus Sachsen, Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein. Die Münchener Wies‘n geht von Januar bis Dezember. SPD, Die Linke, Freie Wähler und Grüne werden als terroristische Vereinigungen verboten, der Katholizismus wird Staatsreligion.

Und natürlich wird das Asyl-Recht komplett neu formuliert. Krieg und Folter wird kein Asylgrund mehr sein, ausschlaggebend sind nur die berufliche Qualifikation des Asylbewerbers und der aktuelle Bedarf auf dem Arbeitsmarkt. Dass die Bewerber konvertieren müssen, dürfte selbstverständlich sein. Ausländer, die bereits einen deutschen Pass haben und sich weigern, zum Katholizismus zu konvertieren, werden in ihre Ursprungsländer rückgeführt. Was für die Zukunft auch Moscheen überflüssig macht. Es gibt allerdings noch keine konkreten Pläne, wie diese dann genutzt werden. Ich hätte da allerdings schon ein paar Ideen. Mal schauen, was der Horst davon hält.

Pritschenwagen

Die Meldung kommt von der AFP, der Agence France-Presse, die nicht nur die älteste Presseagentur auf Erden sondern auch eine der renommiertesten ist. Man kann die Quelle also als zuverlässig ansehen. Laut AFP-Meldung vom 8. Oktober 2015 haben die US-Behörden Ermittlungen gegen den japanischen Automobilhersteller Toyota aufgenommen, da die Dschihadisten des sogenannten Islamischen Staates (IS) besonders häufig mit Pritschenwagen von Toyota unterwegs wären. Die Meldung gab zwar keinen Aufschluss darüber, ob die US-Behörden wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung gegen Toyota ermitteln. Sollte dies aber der Fall sein, dann wäre die logische Schlussfolgerung, dass die US-Behörden wohl bald auch gegen die US-Regierung vorgehen werden.

Denn schließlich hat der IS einen Großteil der Waffen mit einem Wert von ca. 25 Milliarden Dollar erbeutet, die die USA in den vergangenen zehn Jahren an die irakische Armee geliefert haben. Darunter Humvee-Geländewagen und andere gepanzerte Truppentransporter aus US-Produktion oder auch Haubitzen vom Typ M198. Höchstwahrscheinlich aber auch Hubschrauber vom Typ OH58 Kiowas und Scout Bell IA-407, wie Pentagonsprecher Bill Speaks schon zu früherer Zeit eingeräumt hat. Wenn die USA ihrer langjährigen Linie im Kampf gegen den Terrorismus treu bleiben, kann das für die US-Regierung nur bedeuten, dass ihren Mitgliedern Guantanamo droht.