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Saubermacher

Es ist kein Staat, kein Konzern, noch nicht einmal eine Firma, die einfach ihr Produkt promoten will. Es ist ein inzwischen 24-Jähriger einstiger Student der Luft- und Raumfahrttechnik an der TU Delft, der ein Projekt aus dem Boden gestampft hat, dass zwar vielleicht noch nicht die Lösung aller diesbezüglichen Probleme ist. Aber zumindest mal ein Anfang im Kampf gegen den Plastikmüll in den Weltmeeren.

Boyan Slat, so sein zugegebenermaßen noch nicht sehr geläufiger Name, ist es gelungen tausende zur Mitarbeit zu motivieren und mehrere Millionen Euro einzusammeln, um mit einer Pilotanlage dem „Great Pacific Garbage Patch“, den riesigen Plastikmüll-Inseln im Pazifik zu Leibe zu rücken. Der Probelauf findet ab nächster Woche etwa 500 Kilometer vor der Küste Kaliforniens statt, wo das 600 Meter lange Rohrsystem montiert wurde, das den Müll für Schiffe einsammeln soll, die ihn dann zur Weiterverwertung zu Sammelstellen an Land bringen.

Müßig jetzt noch hinzuzufügen, welche Konsequenzen es für die Tierwelt hat, wenn das Problem mit dem Plastikmüll in den Weltmeeren nicht in Angriff genommen wird. Erwähnt werden muss hingegen auf jeden Fall, dass es bisher keine Regierung für wirklich notwendig erachtet hat, das Problem mit mehr als Parolen und Absichtserklärungen anzugehen. Liegt vielleicht daran, dass Fische und anderes Meeresgetier keine Wähler sind.

 

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Verlagerung der Lösung

Bleiben wir doch mal beim Thema (sh. Blog von gestern). Wenn auch einen anderen Aspekt betreffend. Aktuelles Beispiel: Die Brennerautobahn. Hat ja jetzt einen Gipfel gegeben. Und das Ergebnis ist genau das: der Gipfel. Denn es wird genau das passieren, was gefühlt immer öfter passiert, wenn ein Problem gelöst werden muss. Nämlich nicht allzu viel. Denn es sind sich zwar alle einig, dass es nicht so optimal ist, wenn täglich 38.630,14 Lkw über den Brenner brettern. Macht nämlich 14,1 Millionen pro Jahr. Und jede Menge Abgase und Lärm.

Weshalb man jetzt mal wieder die grandiose Idee hegt, Lkw  auf die Schiene zu verlagern. Sie also mit dem Zug über den Brenner zu fahren. Hat aber auch gleich Unmut hervorgerufen, bei besorgten Bürgern. Züge würden nämlich auch Lärm machen. Und damit das gleiche Level wie die Bürgerinitiativen gegen Stromtrassen oder Windräder erreicht. Initiiert von Menschen, die viel für die Umwelt tun. So lange es nicht in der Nähe der Haustür stattfindet, was getan werden müsste.

Weshalb ich da einen Vorschlag machen möchte: Warum verlagert man denn nicht alles, was so stört, in die Luft? Vielleicht in 5.000 Meter Höhe. Also die Autobahnen, den Schienenverkehr, die Stromtrassen und Windräder. Das wäre doch mal eine Innovation. Und eine technische Herausforderung. Ganz in der Tradition des bisherigen Verlaufs der Evolution der Menschheit. Natürlich auch und wie vieles anderes mit einem kleinen Risiko behaftet.

Denn das würde selbstverständlich auch eines dieser Großprojekte werden, die erfahrungsgemäß zwar nur das Doppelte vom veranschlagten Betrag kosten, aber dafür bis zur Fertigstellung die vierfache Zeit beanspruchen. Was unter Berücksichtigung des aktuellen Tempos, mit dem die Umwelt gerettet wird, bedeuten könnte, dass es zu spät ist. Bis dahin unser schöner blauer Planet sowieso mehrheitlich unbewohnbar geworden ist. Zumindest für uns Menschen. Was ja wiederum ein Hoffnungsschimmer für die anderen Spezies und Pflanzen wäre.