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Hundeleben

Wer hat nicht schon einmal in die traurigen Hundeaugen geblickt, wenn die Champagnerkorken knallen, Weinflaschen entkorkt werden, Menschen also fröhlich miteinander und zur Freude der Finanzämter, Ärzte und Krankenhäuser feiern. So ein Schlückchen in Ehren kann eben niemand verwehren, und irgendwo muss ja die ausgelassene Stimmung herkommen. Doch der zweitbeste Freund von Männern hat da immer das Nachsehen, blieb für den Hund bisher doch gerade mal eine Schüssel mit Wasser, um ebenfalls in Feierlaune zu kommen.

Doch dieses Elend hat ein Ende. Dank eines Metzgers aus der Pfalz. Er hat nämlich die Fleischportion als Drink to go erfunden. Also Fleisch, das flüssig daher kommt, in Flaschen abgefüllt und bis dato in drei Geschmacksrichtungen vorgesehen ist. Was von einer Hundebesitzerin dankbar aufgegriffen wurde. Ihre Hunde bekommen jetzt zu besonderen Anlässen flüssiges Fleisch. Oder, wie sie es einem Reporter gegenüber nannte: Hundechampagner. Und um die Gleichbehandlung von Mensch und Tier abzurunden, werden von ihr dem Zamperl auch mal Kugeln mit schwarzem Trüffel serviert. So ein Tier soll ja auch nicht leben wie ein Hund.

 

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Engpässe in der Küche

In Deutschland werden jährlich 11 Millionen Tonnen respektive Lebensmittel mit dem Gewicht von 7.382.550 Porsche Carrera GTS weggeworfen. Pro Gast in einem Restaurant oder in einer Kantine landen hierzulande jedes Jahr 23,6 Kilogramm Essen in der Mülltonne. Weshalb man in Frankreich im Mai diesen Jahres ein Gesetz verabschiedet hat, wonach Supermärkte nicht verkauftes Obst, Brot, Gemüse und andere Lebensmittel entweder einer karitativen Einrichtung spenden oder der Verarbeitung zu Tierfutter zuführen müssen. Unsere Bundesregierung hat schon vor einiger Zeit die Aktion „Restlos genießen“ gestartet. Ein Gesetz ist nicht geplant.

Auf Schloss Elmau hatte man wegen des G7-Gipfels ein Notprogramm für den Fall entwickelt, dass die Trüffel ausgehen sollten. Es war vorgesehen, dass in dieser prekären Situation ein Mitarbeiter nach Italien fliegt, um neue Trüffel zu kaufen. Ob das Notprogramm gestartet werden musste oder sogar Trüffel wegen geringer Nachfrage übrig geblieben sind und im Rahmen der Aktion „Restlos genießen“ jetzt der „Tafel“ in Garmisch-Partenkirchen zugeführt werden, war so kurz vor der Abreise der Regierungs-Chefs noch nicht in Erfahrung zu bringen.

Da die Ausgabestelle der „Tafel“ in der Hindenburgstraße 41, hinter der Evangelischen Johanneskirche Partenkirchen, nur freitags geöffnet ist, muss allerdings befürchtet werden, dass bis dahin die Trüffel als nicht mehr für den Verzehr geeignet angesehen werden müssen. Aber vielleicht hat man auf Schloss Elmau auch für diesen Fall ein Notprogramm. Und die übrig gebliebenen Trüffel werden mit dem Flugzeug nach Frankreich gebracht, wo eine gesetzliche Grundlage existiert, sie einer karitativen Einrichtung zuzuführen.