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Momente der Kindheit

Was für ein Aufwand! Welche Logistik! Und nun steht vieles eher etwas verloren rum. Wartet vielleicht schon seltsam berührt darauf, demnächst recycelt zu werden. Oder im günstigsten Falle umgetauscht. Träume sind kaum in Erfüllung gegangen. Mancher Wunsch wurde schlicht ignoriert. Und das alles, um ein paar Stunden im Kreise der Familie zu verbringen. Eigentlich könnte man das einfacher haben.

Aber dann hätte man vielleicht diesen Zauber nicht. Der sich manchmal zwar nur für Sekunden oder Minuten einstellt. Uns aber zu keiner anderen Zeit des Jahres überfallen kann. So lautet das Fazit hoffentlich in der Summe der Dinge: Es war es wert. Und über den Weihnachtsbaum freut man sich sowieso erst so richtig, wenn man sich in einer stillen Stunde bei seinem Anblick an all die wunderbaren Momente der Kindheit erinnert, die damit verbunden waren. Wenn der Blick zurück vom Kerzenlicht verklärt ist.

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Jetzt schon an die guten Vorsätze denken

Eine Nachricht, die mich, weihnachtlich eingepegelt und noch von leichten Punschschwaden umwabert, sofort in die Realität zurück geholt hat. Zwar kam sie ganz zum Schluss, wurde also nicht als besonders wichtig angesehen. Aber wenn man nur einen Satz weiter denkt, dann versteckt sich in dieser kleinen Nachricht ein durchaus aussagekräftiges Bild, erweist sie sich als geradezu symptomatisch für den Zustand einer ganzen Nation. Und darüber hinaus.
Es wird davon ausgegangen, dass in der BRD noch 16 Milliarden Deutsche Mark, in Scheinen oder Münzen, in den Haushalten ein nostalgieumflortes Dasein fristen. Das spricht natürlich zum einen dafür, dass wohl viele Menschen die guten, alten DM-Zeiten in bester Erinnerung haben. Wer bewahrt schließlich schon Reliquien auf, die an etwas Fürchterliches erinnern. Außer Alt- oder Neu-Nazis und Sadisten.
Zum anderen heißt das aber auch, dass in diesem unseren Land, in dem man sich auch unterm Weihnachtsbaum fragte, ob es zum Beispiel diesen Flüchtlingsstrom überhaupt finanzielle stemmen kann, 16 Milliarden Deutsche Mark, also grob gerechnet 8 Milliarden Euro, überhaupt nicht benötigt werden. Dass sie einfach nur so rumliegen, hemmungslos Staub ansetzen dürfen, Schubladen verstopfen, in Blechdosen gelegentlich vor sich hin klimpern. Als Souvenir für vergangene Zeiten.
In einer „Kultur der Gleichgültigkeit“ solle der Lebensstil der Christen erfüllt sein von Erbarmen, Einfühlungsvermögen, Mitleid und Barmherzigkeit. Soll Papst Franziskus am Heiligen Abend im Rahmen der Christmette in Rom gesagt haben. Und ich tue es zwar ungern, denn schließlich ist es der Papst, aber ich möchte die Worte von Papst Franziskus etwas korrigieren respektive ergänzen.
Es ist nicht nur Gleichgültigkeit, es ist schlimmer. Man könnte es bei genauem Hinsehen Sadismus nennen. Denn es geht hier nicht nur um 8 Milliarden Euro. Es geht darum, dass wir lieber etwas rum liegen lassen, in die Mülltonnen schmeißen, es manchmal einfach auch nur vergessen, als daran zu denken, mit denen zu teilen, die weniger oder nichts haben. Und ich sage ganz bewusst „wir“. Vielleicht suche ja nicht nur ich nach potentiellen guten Vorsätzen für das Neue Jahr.