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Unbekannte Prominente

Natürlich kann das auch an mir liegen. Zugegebenermaßen bin ich zu selten beim Friseur oder beim Zahnarzt, um gründlich informiert zu sein über alles, was im Bereich Glamour und Promis so passiert. Auch gehöre ich nicht unbedingt zu den regelmäßigen Zuschauern von Promi-Dinnern oder Promi-Shopping, oder was es sonst noch alles gibt aus der Welt der Reichen und Schönen und Erfolgreichen. Allerdings sind meine diesbezüglichen Kenntnisse seit gestern doch ausreichend genug, um konstatieren zu können, dass nicht allzu viele von diesen wirklich schön sind.

Weitergehende Recherchen haben auch ergeben, dass nicht jeder, der als reich bezeichnet wird, auch wirklich reich ist. Wobei natürlich nicht Bill Gates die Messlatte für Reichtum ist, sagen wir mal, eher ein Vorstand bei einem DAX-Unternehmen. Der verdient ja auch schon ganz gut. Aber selbst wer bei diesen zwei Kriterien noch einigermaßen mithalten kann, wenn es um Prominenz geht, dann, finde ich zumindest, wird es schon ausgesprochen problematisch.

Denn man kann nun wirklich nicht behaupten, dass ich nicht das Ohr am Puls der Zeit hätte. Ich surfe durch Instagram ebenso wie durch die moralischen Untiefen von Facebook oder Twitter, habe jeden Morgen das Vergnügen, wenn ich eigentlich meine Emails checken will, erst einmal über aktuelle Brustvergrößerungen, gefakte Six-packs und ähnlich hochinteressante Neuigkeiten aus dem Land der Promis informiert zu werden. Und da fängt mein Problem zum Beispiel schon an.

Ich kenne einfach den Großteil dieser Menschen nicht. Habe bisher aber geglaubt, dass Prominenz mit einem gewissen Bekanntheitsgrad einhergeht. Momentan habe ich allerdings eher den Eindruck, dass eigentlich schon jeder als Promi eingestuft wird, der schon mal ein Selfie mit oder ohne Unterwäsche gepostet hat und mehr als 999 Likes bekam. Weshalb ich ernsthaft darüber nachdenke, das auch mal zu probieren. Denn ich habe zwar schon viele Tätigkeiten in meinem Leben ausgeübt. Prominent war ich noch nie. Und die Unterwäsche könnte ich mir sicher bei jemand ausleihen.

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Mensch und Maschine

Dass Geräte des täglichen Bedarfs, also Toaster, Waschmaschinen, Laptops, Fritteusen oder Smartphones, so konstruiert sind, dass dem Besitzer im Bedarfsfall, also einem Schadensfall, eine Reparatur nicht zugemutet werden kann, weil zumeist fast so teuer wie das Gerät neu kostet, daran haben wir uns ja wohl schon gewöhnt. Um nicht zu sagen, wir wollen es nicht mehr missen. Versetzt es uns doch in die glückliche Lage, erstens immer auf dem neuesten Entwicklungsstand zu sein mit unseren Gerätschaften. Und zweitens endlich mal wieder shoppen gehen zu können.

Nun deutet alles darauf hin, dass diese Verfahrensweise auch immer mehr auf den Menschen übertragen wird. Durch die Zahl der Hüftgelenk-Operationen wurde der Trend immer deutlicher, setzte sich mit anderen Austauschaktionen am menschlichen Körper kontinuierlich fort. Und nun scheint man die Idee offensichtlich auch vermehrt im Bereich der Zahnmedizin aufzugreifen. Zahnerhalt war gestern, heute wird ausgetauscht. Manchmal auch das komplette Kauwerkzeug gegen All-inclusiv-Implantate.

Und mitunter auch störrischen Menschen auf die Sprünge geholfen: Finger auf den Zahn gelegt und hin und her bewegen. Seltsamerweise hat so jeder das Gefühl, dass der Zahn wackelt. Also raus mit dem Ding und einen Neuen gekauft. Dass dies etwas damit zu tun haben könnte, dass so eine Neuanschaffung im Zahnbereich bis zu 30.000 Euro kosten kann, während eine Tiefen-Prophylaxe gerade mal mit 100 bis 200 Euro für den Zahnarzt zu Buche schlägt, ist natürlich unwahrscheinlich. Vielmehr ist davon auszugehen, dass dies nur zu unserem Besten ist. Damit auch unsere Körper zumindest in Teilen wieder wie neu sind.